Investoren
Finanzmärkte schwimmen auf Derivate-Welle

Immer mehr Investoren setzen Instrumente zur Spekulation und Absicherung ein. Derivate sind weiterhin das am stärksten wachsende Teilsegment der Welt-Finanzmärkte.

FRANKFURT. Europas integrierte Börsenriesen Euronext und Deutsche Börse beziehen ihre Wachstumsimpulse derzeit in erster Linie von ihren Derivate-Töchtern Liffe und Eurex. Auch in den USA und in China eilen die Terminbörsen weiter von einem Umsatzrekord zum nächsten. Dabei bescherte vor allem der Monat Juni neue Rekordzahlen. Grund: Die Anleger sahen wegen weltweiter Börsenturbulenzen die Notwendigkeit, Risiken über Futures und Optionen abzusichern.

Der Weltmarktführer Eurex steigerte das Handelsvolumen im ersten Halbjahr 2006 um 29 Prozent auf 824 Mill. Kontrakte. Bei Euronext.Liffe kletterten die Halbjahresumsätze um 27 Prozent auf 387 Mill. Kontrakte. Dynamisch zeigen sich auch die führenden Terminbörsen in den USA. Der dortige Marktführer Chicago Mercantile Exchange steigerte die Semester-Umsätze nach Angaben von Vorstandschef Craig Donohue um etwa 28 Prozent auf 667 Mill. Kontrakte. Das konkurrierende Chicago Board of Trade - Mutter aller Terminbörsen - wuchs um 12 Prozent auf 400,7 Mill. Kontrakte.

An der vornehmlich auf Aktien- und Aktienindexoptionen fokussierten International Securities Exchange (ISE) kletterten die Umsätze um 43,2 Prozent auf 299,5 Mill. Kontrakte. "Mit einem Marktanteil von 30,2 Prozent sind wir weiter größte Aktienoptionsbörse in den USA", sagt ISE-Marketingdirektor Bruce Goldberg.

Jin Dehuan, Finanz-Professor an der Universität in Shanghai, führt die Umsatzexplosion an Chinas Rohstoff-Terminbörsen auf zunehmende Aktivitäten sowohl von Spekulanten als auch von Hedgern (Akteure, die Risiken absichern) zurück. Zahlen der China Futures Association zufolge hat sich die Zahl der an der Shanghai Futures Exchange im ersten Halbjahr 2006 gehandelten Kontrakte auf 55 Mill. mehr als verdoppelt.

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