Investoren setzen auf Aktien
Immobilienfonds verlieren weitere Anleger

Der Mittelabfluss bei den offenen Immobilienfonds hält an, wenn auch in vermindertem Umfang. Im Februar überstiegen die Anteilsrückgaben die -käufe um 1,2 Mrd. Euro. Das Fondsvermögen betrug nach vom Branchenverband BVI vorgelegten Zahlen Ende Februar rund 76,9 (Februar 2005: 88,6) Mrd. Euro. Es liegt damit auf dem Niveau von vor drei Jahren.

ina/rrl FRANKFURT/DÜSSELDORF. Es liegt damit auf dem Niveau von vor drei Jahren. Die vorübergehende Schließung des Fonds Grundbesitz-Invest der DB Real Estate und zweier Fonds der Gesellschaft Kanam hatten im Dezember und Januar zu Rekordabflüssen von zusammen 7,3 Mrd. Euro geführt. Die Reaktion der Anleger auf die Neubewertung der Grundbesitz-Invest-Immobilien lässt sich erst Mitte April ablesen, wenn die März-Zahlen veröffentlicht werden. Dass im Februar weniger Kapital als in den Vormonaten abgeflossen sei, überrasche nicht, kommentierte Branchenkritiker Stefan Loipfinger. Im Februar habe es keine neuen negativen Nachrichten gegeben.

Aktuell verfälschen Stützungskäufe die Statistik. Zu Stützungskäufen ihrer Muttergesellschaften bekennen sich Deka und Difa. Die Vermögen des Deka-Immobilienfonds und des Difa Fonds Nr. 1 blieben denn auch nahezu konstant. Dass der nicht gestützte Deka-Immobilien-Europa mit rund 400 Mill. Euro die höchsten Abflüsse eines Fonds im Februar hatte, erklärte ein Deka-Sprecher mit einem Negativeffekt aufgrund der Schließung des Kanam Grundinvest im Januar.

Im Gegensatz zu den Immobilienprodukten erreichten Publikumsfonds insgesamt mit netto 7,5 Mrd. Euro die höchsten Monatsabsätze seit drei Jahren. Getrieben war der Aufschwung von den Aktienfonds mit knapp 2,4 Mrd. Euro. Das war der beste Wert seit November vergangenen Jahres; im Januar hatten minimale Abflüsse das Bild geprägt. „Die Investoren streuen ihre Anlagen. Bisher haben sie stark auf risikobegrenzende Produkte gesetzt“, urteilt Min Sun, Geschäftsführer von Feri Institutional Advisors. Rentenfonds verbuchten Zuflüsse von 2,7 Mrd. Euro, was einem Anstieg von über einer Mrd. Euro gegenüber Januar entsprach. Dagegen fielen die Nettozuflüsse bei den Geldmarktfonds um eine Mrd. auf etwa zwei Mrd. Euro.

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