Jahresbilanz von Aktien-Dachfonds
Schwellenländer-Dachfonds machen das Rennen

Die Jahresbilanz von Aktien-Dachfonds wird klar von spezialisierten Produkten dominiert: Lediglich vier der zehn erfolgreichsten Fonds investieren global, während die übrigen sich auf bestimmte Branchen oder Regionen konzentrieren. Fondsmanager erwarten allerdings keine Abkoppelung der Schwellenländer von einer US-Rezension.

HAMBURG. Ganz vorn liegen mit dem nicht öffentlich erhältlichen Fonds Best Emerging Markets Concept OP von Oppenheim und dem 3 Banken Emerging Mix der österreichischen 3 Banken-Generali zwei Schwellenländerprodukte (siehe Tabelle).

Als Messlatte für den Erfolg des Spitzenreiters dient Fondsmanager Werner Leithenmüller der MSCI-Emerging-Markets-Index, von dem er innerhalb einer Bandbreite von 20 Prozent nach oben und unten abweichen darf. Mit fünf Prozentpunkten am stärksten hat Leithenmüller derzeit Lateinamerika übergewichtet. "Für die Region sprechen vor allem die vergleichsweise hohe politische Stabilität und der Rohstoffreichtum", sagt er. Insgesamt machen entsprechende Zielfonds wie der Magna Latin America fast 30 Prozent aus.

Absolut bilden asiatische Zielfonds mit einer Gewichtung von 54 Prozent den Schwerpunkt, gegenüber dem Vergleichsindex fällt dieser Anteil jedoch um fünf Prozentpunkte niedriger aus. "Der Aktienmarkt in China ist sehr überhitzt, ein Platzen dieser Spekulationsblase könnte die Märkte der Region insgesamt stark belasten", begründet er seine relative Zurückhaltung. Innerhalb Asiens hält Leithenmüller Indien für besonders aussichtsreich, während er Thailand angesichts der politischen Umwälzungen eher skeptisch beurteilt.

Optimistischer sieht das Tanguy Kamp, Manager des BL Equities FoF Asia der Bank Luxembourg. Er erzielte 2007 mit einem Wertzuwachs von 21,80 Prozent das drittbeste Ergebnis der 147 Fonds umfassenden Kategorie. Wegen der günstigen Bewertung gehöre Thailand zu einem der attraktivsten Märkte - auch Malaysia und Taiwan sind Kamps Favoriten. "Für taiwanesische Aktien spricht unter anderem die überdurchschnittlich hohe Dividendenrendite, Malaysia profitiert von einem günstigen Wechselkurs und einer stabilen Inflationsrate", erläutert Kamp. Für 2008 gibt er sich jedoch ähnlich vorsichtig wie Leithenmüller: Beide Fondsmanager gehen nicht davon aus, dass die Schwellenländer sich vollständig von der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung in den USA abkoppeln, da sie nach wie vor sehr abhängig von den Investitionen aus den westlichen Industrieländern seien. Leithenmüller sieht zwar Chancen, dass ein möglicher Dämpfer weniger stark ausfällt als in der Vergangenheit. Dennoch tendiert er derzeit eher zu defensiven Investments und meidet beispielsweise reine Länderfonds, um mögliche Risiken breiter zu streuen.

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