Jahrespressekonferenz
Union Investment erwartet Erholung der Börsen

Die Fondsgesellschaft profitiert von den Steueränderungen – Ein einzelner Fonds beflügelt die gesamte Absatzbilanz. Im institutionellen Geschäft setzt der Vorstandsvorsitzene Rüdiger Ginsberg künftig stärker auf das Ausland.

FRANKFURT. Die gefallenen Aktienkurse bieten Chancen für einen günstigen Einstieg. So äußerte sich Rüdiger Ginsberg, Vorsitzender des Vorstands von Union Asset Management, auf der Jahrespressekonferenz. „Wir werten die Kurskorrektur zu Jahresbeginn insbesondere für langfristig orientierte Anleger als gute Gelegenheit zur Aufstockung von Aktienpositionen“, sagte der Leiter der mit 96,6 Mrd. Euro drittgrößten deutschen und zum genossenschaftlichen Bankenverbund gehörenden Publikumsfondsgesellschaft. Inklusive der institutionellen Gelder verwaltet die Union 175 Mrd. Euro.

In den Januarturbulenzen haben sich die „Privatanleger sehr ruhig verhalten, von zwei unruhigen Tagen einmal abgesehen“, sagte der für den Vertrieb zuständige Union-Vorstand Hans Joachim Reinke. Das konstatiert Vorstandsmitglied Alexander Schindler auch für die Gruppe der für institutionellen Kunden.

Die Union nennt für das vergangenen Jahr einen Nettoabsatz von insgesamt 12,2 Mrd. Euro. Davon entfallen auf die wichtigen Publikumsfonds 6,4 Mrd. Euro. Gemessen daran rangiert die Union hinter der Deka und der DWS. Allerdings waren die neu eingesammelten Gelder bei den auf Privatkunden zielenden Publikumsfonds laut Reinke „sehr konzentriert auf die Anlagethemen Steueroptimierung“. Der entsprechende „UniOpti4“ ist mit inzwischen 18 Mrd. Euro der größte Publikumsfonds in Deutschland. Er zog im vergangenen Jahr netto 12,4 Mrd. Euro an und ohne ihn wäre die Absatzbilanz schlecht ausgefallen. Riester, Garantiekonzepte und Vermögensstrukturierung waren darüber hinaus andere wichtige Themen.

Im laufenden Jahr stellt Ginsberg weiter das Vorsorgesparen, aber auch die Abgeltungsteuer und das internationale Wachstum in den Mittelpunkt. „Er will die Vertriebsstärke dazu nutzen, die Anleger für das Thema Vermögensstrukturierung unter Berücksichtigung der Abgeltungsteuer zu sensibilisieren und zu gewinnen“.

Im institutionellen Geschäft setzt Ginsberg künftig stärker auf das Ausland. Er plant nach der Gründung eines Joint Ventures mit der Bank of East Asia vor knapp einem Jahr die verwalteten Vermögen in Asien von 2,3 Mrd. Euro auf rund zehn Mrd. Euro in fünf Jahren auszubauen.

Unter den großen Union-Konkurrenten ist der Ausbau des Auslandsgeschäftes ein Thema insbesondere für die DWS. Die Deka fokussiert ähnlich wie die Union stark auf Vorsorgethemen und langfristiges Sparen. Allianz Global Investors präsentiert heute ihre nationale Strategie.

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