Japan-Nebenwertefonds
Fondsmanager erwarten Trendwende in Japan

Neuer Index, neues Glück - so lässt sich die Entwicklung des DWS Japan Opportunities zusammenfassen. Bis Ende 2006 orientierte sich DWS-Managerin Lilian Haag am Jasdaq, was dem Fonds nicht gut bekam und ihn ans unterste Tabellenende der 30 bei Feri Rating & Research gelisteten Japan-Nebenwertefonds katapultierte. Dank neuer Strategie geht es nun bergauf.

HAMBURG. Seit Haag jedoch den MSCI Kokunai Japanese Equity Mid Cap 400 als Messlatte nutzt, ging es mit dem Fonds bergauf. So belegt er mit einem Zwölf-Monats-Minus von 9,75 Prozent (auf Euro-Basis) Rang drei der Vergleichsgruppe (Tabelle).

"Anders als der Jasdaq, der in den vergangenen zwölf Monaten auf Euro-Basis 19,32 Prozent verlor, war das Minus beim MSCI Kokunai mit 10,81 Prozent deutlich geringer", kommentiert Haag die Trendwende. Den großen Unterschied der Entwicklung beider Indizes erklärt sie mit den Bilanzskandalen einiger Jasdaq-Unternehmen, die das Segment belastet hätten.

An ihrem neuen Vergleichsindex hält sich Haag sehr eng: "Der Markt ist nach wie vor orientierungslos, in einem solchen Umfeld vermeide ich größere Wetten auf Sektor- oder Einzeltitelebene". Die Über- und Untergewichtungen seien bei den Branchen mit jeweils rund einem Prozentpunkt darum gering. So auch bei den Finanzwerten, deren Anteil mit 16 Prozent leicht übergewichtet ist. Haag: "Innerhalb dieses Sektors ist das Schlimmste überstanden, für die Übergewichtung spricht zudem, dass die im MSCI Kokunai gelisteten Regionalbanken zuletzt sehr gut gelaufen sind." Für 2008 ist sie vorsichtig optimistisch: "Schlechter kann die Stimmung nicht werden, oft ist dies ein Signal für eine bevorstehende Trendwende".

Harte Fakten für eine Wiederbelebung des Markts gebe es noch nicht, räumt Haag ein. Als weiches Indiz für eine Trendwende nach oben wertet sie aber, dass die Dividendenrenditen wieder über denen festverzinslicher Papieren mit zehn Jahren Laufzeit liegen: "Sowohl 1998 als auch 2003 war dies der Fall, danach setzte der Aktienmarkt jeweils zur Erholung an."

Einen Lichtstreif am Horizont sieht auch Shunshuke Matsushima, Manager des Parvest Japan Small Cap Hedged: "Ab Mitte 2008 ist zumindest für Wachstumswerte mit einer Belebung zu rechnen". Anders als Haag sichert Matsushima mit dem Fonds alle Währungsrisiken ab, was der Wertentwicklung angesichts der Yen-Schwäche zugute kam: So ist die gesicherte Tranche des Parvest-Fonds mit minus 3,51 Prozent derzeit Spitzenreiter der Vergleichsgruppe; die nicht gesicherte Yen-Tranche belegt mit einem Minus von 15,61 Prozent Rang 15. Trotz des Vorteils der Währungsabsicherung wählten Anleger bisher vor allem die Originalversion des Fonds, die umgerechnet ein Volumen von 85 Mill. Euro auf die Waage bringt.

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