Japanische Aktienfonds
Japan-Fonds bescheren Anlegern hohe Gewinne

"Die Erholung der japanischen Wirtschaft dürfte nachhaltiger und robuster sein, als die meisten Marktteilnehmer glauben", sagt Kiyohide Nagata von Invesco. Offensiv gemanagte Produkte erzielen die besten Ergebnisse.

HAMBURG. "Die Erholung der japanischen Wirtschaft dürfte nachhaltiger und robuster sein, als die meisten Marktteilnehmer glauben", sagt Kiyohide Nagata von Invesco. Der Leiter des Aktienteams für japanische Standardwerte bei Invesco managt mit dem GT Japan Fund und dem GT Nippon Growth Fund gleich zwei Produkte, die in der aktuellen Performance-Liste des Analysehauses Feri Trust unter den zehn besten Japan-Fonds zu finden sind. Mit einem Plus von 43,93 Prozent über ein Jahr liegt sein Japan Fund auf Rang zwei, der Nippon Growth liegt knapp dahinter auf Rang vier.

Noch besser als Nagatas hat nur der von Yoshito Tsubota gemanagte Japan New Growth von der 1988 in Luxemburg gegründeten Fondsgesellschaft Callander abgeschnitten. Er legte um 44,51 Prozent zu. Auch Tsubota, der für die Dai Ichi Life Industrial Bank of Japan Asset Management (DIAM) in Tokio arbeitet, rechnet mit weiter steigenden Kursen am japanischen Aktienmarkt: "Die Aktien sind so günstig wie seit den 70er-Jahren nicht mehr. , erklärt der Fondsmanager und weiter: "Wenn die Baby-Boomer demnächst in Rente gehen und ihr Erspartes ausgeben, wird der Konsum stark steigen und die Konzerngewinne mit in die Höhe ziehen." Die privaten Haushalte hätten Ersparnisse von rund 11 000 Mrd. Euro, ein Teil davon werde sicherlich in den Aktienmarkt fließen.

Der Fondsmanager bezeichnet seinen Anlagestil als opportunistisch. Einzige feste Regel: Das Verhältnis von Value- zu Growth-Titeln muss bei 30 zu 70 Prozent liegen, oder umgekehrt. Tsubota ist sehr aktiv und schichtet sein Portfolio häufig um. Zudem investiert er deutlich aggressiver als Nagata. Während dieser mit seinen beiden Japan-Fonds ausschließlich auf Standardwerte setzt, mischt Tsubota auch Nebenwerte bei. Aktuell machen sie 45 Prozent seines Portfolios aus. Die größte Branchenposition stellen mit 20,9 Prozent derzeit Technologieaktien. Es folgen zyklische Konsumwerte (19,6 Prozent) und der Bereich Finanzen (18,5 Prozent).

Invesco-Mann Nagata investiert wesentlich defensiver. Der Japan Fund setzt vor allem auf Titel aus den Bereichen Maschinenbau (10,7 Prozent), Eisen und Stahl (9,1 Prozent) und Banken (neun Prozent). Der etwas aggressivere Nippon Growth ist zu 20,9 Prozent in Konsumgüter-Firmen investiert, zu 20,4 Prozent in Industrietitel und zu 16,3 Prozent in Finanzwerte.

Noch defensiver als Nagata investiert sein Kollege Paul Chessen, der den Invesco Japanese Equity Core vom britischen Henley aus managt. Mit einer Wertentwicklung von 11,15 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten liegt er in der Rangliste von Feri auf dem vorletzten Platz der 132 Fonds starken Vergleichsgruppe japanischer Aktienfonds. Bleiben Japans Aktienmärkte auf Höhenflug, dürfte er der Konkurrenz aufgrund seiner defensiven Grundausrichtung auch weiter hinterherhinken.

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