Japanische Aktienfonds
Metzler-Japanfonds hält sich gut in schwieriger Zeit

Aktien aus Japan enttäuschten in den vergangenen zwölf Monaten. Auf Euro-Basis legte der MSCI Japan nur magere 1,4 Prozent zu. Doch einige Japanfonds konnten sich in diesem schwierigen Umfeld gut behaupten, allen voran der Metzler Japanese Equity. Seit seiner Auflegung 2004 zählt er zu den Spitzenreitern der Kategorie.

HAMBURG. Das Erfolgsrezept: Metzler setzt auf Spezialisten vor Ort. Das Fondsmanagement ist an T&D Asset Management in Tokio ausgelagert, Tochter des fünftgrößten japanischen Lebensversicherers T&D Life. 14 Portfoliomanager und Analysten sind unter der Leitung von Akihide Kinugawa für die Titelauswahl zuständig. Investiert wird in 50 bis 120 Titel unterbewerteter Unternehmen, die auf Gewinnsteigerungen hoffen lassen.

Das Team hat ein gutes Händchen bewiesen: Vier der fünf größten japanischen Handelshäuser zählen zu den zehn größten Positionen des Fonds, darunter Marubeni, dessen Kurs in den ersten sechs Monaten 2007 um 85 Prozent gestiegen ist. Die Handelshäuser profitieren besonders stark von der hohen Nachfrage aus Indien und China. Marubeni ist mit 5,2 Prozent die größte Titelposition im Fonds.

Im Nippon Dynamik Fonds von Frankfurt-Trust hingegen liegt das Handelshaus mit 1,6 Prozent nur auf Rang 10. Der Dinosaurier unter den Japanfonds wurde bereits 1972 aufgelegt. "Lange Zeit lieferte er nur unterdurchschnittliche Ergebnisse, weshalb sein Volumen auch nie deutlich über 15 Mill. Euro hinauswachsen konnte", sagt Björn Drescher, Herausgeber des Informationsdienstes "Fonds im Visier". Erst 2005 zog Frankfurt-Trust die Reißleine und stellte auf eine quantitative Anlagestrategie um.

Das Computerprogramm prüft die Aktien des japanischen Topix-Index hinsichtlich Bewertung, Momentum, Risiko, Wachstum und Gewinnrevisionen. Fondsmanager Carsten Große-Knetter wählt von Frankfurt aus die 20 besten Werte dieser fünf Kategorien aus. Anders als das Metzler-Team kauft und verkauft er nicht täglich an der Börse, sondern bewertet sein Portfolio nur alle drei Monate neu und handelt dann Aktienkörbe. Drescher: "Die Umstellung auf einen quantitativen Ansatz hat sich ausgezahlt." Im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich kommt der Nippon Dynamik mit einem Plus von 3,71 Prozent auf Platz 4. Dennoch bevorzugt Drescher eher den Ansatz von Metzler: "Quantitative Ansätze mögen ihre Stärken haben, derzeit erscheint mir ein opportunistischer fundamentaler Managementansatz in Japan vielversprechender."

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