JP Morgan Fleming hebt günstige Bewertung hervor
Fondsprofis entdecken Aktien aus Nahost

Haben attraktive Bewertungen, ein schwacher US-Dollar und das stabile makroökonomische Umfeld den Emerging-Markets-Fonds im vergangenen Jahr noch gute Ergebnisse beschert, müssen die Lenker dieser Portfolios zurzeit mit schwierigeren Marktbedingungen kämpfen.

HB/Dow Jones FRANKFURT/M. Auf die neue Situation reagieren die Fondsmanager unterschiedlich. Während Mattia Nocera, Chief Investment Officer der Belgrave Capital Management, die den Vitruvius Emerging Markets Portfolio (EUR) B betreut, derzeit vorsichtig vorgeht, hat Fondsmanagerin Liesbeth Rubinstein das Portfolio des JP Morgan Fleming Middle East Equity Fund A aggressiv ausgerichtet.

„Das zweite Quartal war schwierig für die Emerging Markets. In den ersten sechs Wochen fielen die Aktienkurse auf Grund des starken US-Dollars, der Zinsängste, dem hohen Ölpreis und der Sorge um eine harte Landung der chinesischen Volkswirtschaft“, resümiert Nocera, der mit seinem Fonds unter 73 ausgewerteten Produkten an erster Stelle liegt.

Langfristig sieht er die Schwellenländer jedoch positiv, vor allem da die Wirtschaft in Asien weiter wachse. Er favorisiert in der Region, in die rund 60 Prozent seiner verwalteten Gelder fließen, Titel aus Südkorea. Aber auch Aktien aus Brasilien und Mexiko sind in seinem Portfolio vertreten.

Rubinstein konzentriert sich vollständig auf den Nahen Osten. Anleger dürften die Region nicht nur unter dem Aspekt der Terrorängste sehen, meint die Portfoliolenkerin. Vielmehr hebt sie die Vorzüge hervor: „Der Nahe Osten verfügt über einzigartige Rohstoffressourcen.“ Zudem seien viele Werte wie Bankaktien und Technologietitel attraktiv bewertet. Positiv zeigt sich Rubinstein vor allem gegenüber Israel, Ägypten und der Türkei.

Angesichts der unterschiedlichen regionalen Schwerpunkte seien die beiden Fonds kaum miteinander vergleichbar, sagt Ingo Klamroth, Senior Fund Analyst bei Feri Trust. Als einen der Trümpfe von JP Morgan Fleming sieht er das breit aufgestellte weltweite Emerging- Markets-Team der Investmentbank. Das Vitruvius-Produkt hingegen sei gut geeignet für europäische Investoren, die keine Währungsrisiken eingehen möchten. Gegen Wechselkursschwankungen sichere sich dieser Fonds nämlich permanent ab, sagt der Experte.

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