JP-Morgan-Team erreicht Spitzenplatz
Neue Konkurrenz für Nebenwerte-Fonds

Noch ist die Führungsposition des Aktienfonds Activest Europa Potenzial nicht in Gefahr. Doch der Spitzenreiter unter den europäischen Nebenwertefonds hat einen ernst zu nehmenden Konkurrenten bekommen:

HAMBURG. Der im Januar 2005 aufgelegte JP Morgan Europe Dynamic Small Cap ist zum ersten Mal beim Zwölf-Monats-Vergleich des Analysehauses Feri Rating & Research dabei und landet auf Anhieb auf Platz zwei. Mit einem Plus von 62,47 Prozent liegt er allerdings noch vier Prozentpunkte zurück (s. Tabelle).

Die Manager des JP-Morgan-Fonds – Jim Campbell, Francesco Conte, Mark Davids und Georgina Brittain – setzen auf schnell wachsende Firmen, deren Aktien preiswert sind. Sie folgen dabei weder einem Vergleichsindex noch einem bestimmten Anlagestil. Der Erfolg des Teams hat sich bereits herumgesprochen. Das Vermögen des Newcomers, das Ende Januar noch bei 72 Mill. Euro lag, ist mittlerweile auf 133 Mill. Euro gestiegen. Damit die Manager weiter ihre Anlagestrategie verfolgen können, hat JP Morgan den Fonds vorübergehend für Neuanleger geschlossen. Anleger können auf den JP Morgan Europe Small Cap ausweichen. Dieser Fonds ist etwas breiter aufgestellt und orientiert sich stärker an seinem Vergleichsindex, dem HSBC Smaller Pan-European Total Return.

„Beide Fonds werden vom selben Team gemanagt, und Jim Campbell, Francesco Conte, Mark Davids und Georgina Brittain zählen derzeit zu den besten Europa-Managern auf dem Markt“, sagt Wolfgang Kaiser vom Münchener Analyseunternehmen Fondsconsult und führt weiter aus: „Beim Dynamic gehen die Manager allerdings höhere Einzelwetten ein.“ Während dort die größte Einzelposition 2,7 Prozent ausmacht, ist sie im JP Morgan Europe Small Cap nur mit 1,3 Prozent gewichtet. Das Dynamic-Team konzentriere sich auf die besten Anlageideen – mit entsprechend höheren Risiken. Für die etwas bessere Performance des Europe Dynamic müssten Anleger darum stärkere Preisschwankungen in Kauf nehmen.

Ebenfalls auf eine breitere Streuung setzt Nicholas Williams, Manager des Baring Europe Select Trust. Ende der 90er-Jahre zählte er zu den besten Europa-Fonds auf dem deutschen Markt. Gerhard Schöningh und Geoff Oldfield, die von Anfang 1995 bis Ende April 1998 für die Anlagestrategie zuständig waren, ließen ihre Konkurrenz weit hinter sich. Nachdem das Duo Baring 1998 verließ, fiel der Europe Select jedoch immer weiter zurück. Erst seit 2003 geht es wieder bergauf. „Der aktuelle Manager macht einen sehr kompetenten Eindruck“, urteilt Kaiser. Ein Manko sei allerdings, dass der Fonds nicht in Großbritannien investiere und damit einen der wichtigsten Teilmärkte außen vor lasse.

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