Junge Branche: Hedge-Fonds füllen ihre Kriegskasse

Junge Branche
Hedge-Fonds füllen ihre Kriegskasse

Die Zahl der Hedge-Fonds wird in den nächsten beiden Jahren weltweit von ca. 10 000 auf etwa 11 500 steigen, prognostiziert das Beratungsunternehmen Van Hedge Fund Advisors. Ungeachtet dessen wird die noch junge Branche eine starke Konsolidierung erfahren.

FRANKFURT. Dafür spricht zum einen, dass sich immer mehr Hedge-Fonds-Gesellschaften über den Gang an die Börse Eigenkapital für Akquisitionen beschaffen und Banken auf der anderen Seite durch Übernahmen den Einstieg in dieses ausgesprochen lukrative Geschäft planen.

Die Beschaffung von Eigenkapital über die Börse war für Hedge-Fonds bislang kein Thema, da es den Geldpools nicht an Kapital mangelte. Große institutionelle Investoren haben die Anbieter mit Kapital überflutet. Das verwaltete Vermögen der Branche stieg zuletzt auf 1,1 Billionen US-Dollar. In zwei Jahren soll es 1,6 Billionen US-Dollar erreicht haben.

Wenn sich einige Unternehmen zuletzt trotzdem für den Börsengang entschieden haben, so auch deshalb, „um die Kriegskasse für mögliche Übernahmen zu füllen“, sagt Lars Jäger von der Partners Group gegenüber dem Handelsblatt. Die im Bereich Alternativ-Investment tätige Firma wird 30 Prozent ihres Aktienkapitals an der Börse platzieren.

Börsengänge von Hedge-Fonds seien durchaus im Sinne der Man Group plc, sagt deren Vorstandsvorsitzender Stanley Fink dem Handelsblatt. „Wir würden das begrüßen, weil der Markt dann Vergleiche ziehen könnte“, sagt der Vorstandschef der in London notierten weltgrößten Hedge-Fonds-Gesellschaft dieser Zeitung.

Neben Man umfassen die Kurslisten der Börsen sieben gelistete Hedge-Fonds: AIS, Altin, Castle Alternative, Dexion Absolute, Dexion Equity Alternative, Rab und Thames River. Als Börsenkandidaten gelten in Fachkreisen derzeit unter anderem die beiden Anbieter von Alternativ-Investments Citadel und GLG Partners.

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