Kanam legt auf Euro-Basis stark zu
Starker Dollar stützt US-Immobilienfonds

Der unabhängige Immobilien-Fonds-Anbieter Kanam geht neue Wege: Für den offenen Fonds Kanam US-Grundinvest hat die Gesellschaft erstmalig ein Objekt in Kanada erworben. Bislang hat wurde ausschließlich in Büro- und Handelsobjekte in den USA investiert.

HAMBURG. Bislang hat der einzige auf US-Dollar lautende offene Immobilienfonds ausschließlich in Büro- und Handelsobjekte in den USA investiert. Damit sind die Kanam-Manager Matti Kreutzer, Hans-Joachim Kleinert und Carmen Reschke in den vergangenen zwölf Monaten sehr gut gefahren: Mit einem Plus von 20,6 Prozent auf Euro-Basis steht der Fonds unangefochten an der Spitze seiner Vergleichsgruppe (siehe Tabelle).

Die gute Performance ist Kanam zufolge vor allem auf den Anstieg der US-Währung gegenüber dem Euro seit Jahresbeginn zurückzuführen. In Dollar gerechnet beträgt die Performance rund 6,4 Prozent - ebenfalls ein Spitzenergebnis. Obwohl der US-Grundinvest nur in Dollar arbeitet, sieht die Gesellschaft darin keine Währungsspekulation. "Der Fonds ist in erster Linie für Anleger konzipiert, die bereits Dollar-Anlagen haben und diese ertragreicher anlegen wollen", sagt Reschke. Hinzu kommen Anleger, die ihr Vermögen "neben dem Euro auch in der traditionellen Leitwährung der Weltwirtschaft" aufbauen wollen. Seit seiner Auflage im Mai 2003 hat der Dollar-Fonds neun Objekte erworben, die sich auf die Standorte Toronto, Washington, Chicago, Philadelphia, Minneapolis, Milpitas und Nashville verteilen. Das Fondsvermögen liegt derzeit bei rund 430 Millionen Euro.

Da bringt der auf Rang fünf der Tabelle liegende Axa Immoselect deutlich mehr auf die Waage: Drei Jahre nach seiner Auflage überschritt der auf europäische Immobilien spezialisierte Fonds im April 2005 die Grenze von einer Milliarde Euro; aktuell beträgt das Volumen rund 1,5 Milliarden Euro. Doch Erfolg kann auch zur Last werden. "Die Investition dieser Summe ist nur mit einem gewissen Zeitversatz möglich", sagt Oliver Weinrich, Vertriebsleiter Real Estate von Axa Investment Managers Deutschland. Daher habe die Liquiditätsquote teilweise über 40 Prozent gelegen und damit deutlich über der Zielquote von 25 bis 30 Prozent. Darunter litt auch die Performance: In den vergangenen zwölf Monaten erzielte der Axa-Fonds lediglich ein Plus von 4,4 Prozent.

Um das Dilemma zu beheben, ist das Fondsmanagement nun aktiv geworden: Zum einen wurde bereits im Juli 2004 eine Warteliste für Mittelzuflüsse von mehr als einer Million Euro eingeführt; dabei wird das Geld erst beim konkreten Kauf einer Immobilie abgerufen. Zudem wurde das geplante Investitionsvolumen noch einmal erhöht. "In diesem Jahr wurden rund 800 Millionen Euro umgesetzt", sagt Weinrich. Aktuell liegt die Barreserve bei 32 Prozent. Auch für das kommende Jahr sind weitere Akquisitionen geplant. Weinrich: "Ziel ist es, die Liquiditätsquote unter 30 Prozent zu senken."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%