Kein Ausstieg aus dem Bankensektor
Arabische Staatsfonds halten an Investments fest

Die Gesellschaften wollen ihr Portfolio kurzfristig nicht verändern. Die Fundamentaldaten der USA seien trotz des Erdbebens an der Wall Street robust, heißt es beim Fonds Mubadala, der weltweit mehr als zehn Milliarden Dollar verwaltet.

DUBAI. Trotz der weltweiten Finanzkrise planen die Staatsfonds im Mittleren Osten keinen Ausstieg aus dem Bankensektor. Die Fonds, die im vergangenen Jahr amerikanischen und europäischen Finanzhäusern mit rund 40 Mrd. Dollar unter die Arme gegriffen hatten, peilen kurzfristig keine Änderungen ihres Portfolios an.

Die Abu Dhabi Investment Authority (ADIA), mit mehr als 800 Mrd. Dollar geschätztem Vermögen der weltgrößte Staatsfonds, verweist auf den langfristigen Anlage-Horizont. So habe die Investmentgesellschaft auch bei heftigen globalen Erschütterungen wie dem Aktien-Crash 1987, der Asienkrise Mitte der 90er-Jahre oder dem Platzen der Internetblase Kurs gehalten, heißt es. Ein Wechsel bei Anlageklassen oder Regionen stehe daher nicht auf der Tagesordnung. Anpassungen seien nur im Randbereich denkbar. Zwischen 45 und 55 Prozent des Vermögens von ADIA sind in Aktien aus Industrieländern investiert.

Der Staatsfonds im Besitz des Emirats Abu Dhabi hatte für Wirbel gesorgt, nachdem er der US-Bank Citigroup im November 2007 eine Finanz-Spritze von 7,5 Mrd. Dollar verpasst hatte. Im Strudel der US-Immobilienkrise ist der Aktienkurs des Instituts um die Hälfte eingebrochen. Daraus ergab sich bislang kein Wertverlust für ADIA. Der Staatsfonds bekam von der Citigroup konvertierbare Bonds zu einem garantierten Zinssatz von elf Prozent, die erst im November 2010 in Aktien umgewandelt werden. Dabei wird der Kurs vom November 2007 zugrunde gelegt, der doppelt so hoch ist wie heute.

Auch der Staatsfonds Mubadala aus Abu Dhabi will nicht an seiner langfristigen Investment-Perspektive rütteln. Die Fundamentaldaten der US-Wirtschaft seien trotz des Erdbebens an der Wall Street robust, heißt es bei Mubadala. Der Fonds, der weltweit mehr als zehn Milliarden Dollar Vermögen verwaltet, ist vor einem Jahr mit 7,5 Prozent bei der amerikanischen Private-Equity-Firma Carlyle Group eingestiegen.

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