Klassiker
Alte Fonds bringen mehr Rendite

Mit älteren Fonds erzielen Anleger deutlich höhere Renditen als mit neuen Produkten. Besonders gut haben sich deutsche Fonds entwicklelt, die länger als 20 Jahre auf dem Markt sind.

AP HAMBURG. Anleger erzielen mit alten Fonds eine bessere Rendite als mit jüngeren Produkten. Das hat eine aktuelle Studie des Analysehauses e-fundresearch ergeben. Allerdings ist die Auswahl an älteren Fonds-Klassikern gering. Von den rund 25 600 in Deutschland, Österreich und der Schweiz zugelassenen Produkten sind gerade einmal 570 länger als 20 Jahre am Markt. Die überwiegende Mehrheit der Fonds (85,7 Prozent) ist der Studie zufolge jünger als zehn Jahre.

Bei der Bewertung untersuchten die Experten die Entwicklung der Fonds in den vergangenen drei Jahren. Danach verfehlten die jüngsten Fonds mit einer Historie von drei bis fünf Jahren ihren Vergleichsindex im Schnitt um 1,47 Prozent, und bei Fonds mit einem Alter von zehn bis 20 Jahren waren es 1,36 Prozent. Das beste Ergebnis erzielten die ältesten Fonds mit einer Historie von mehr als 20 Jahren, die ihren Vergleichsindex im Schnitt "nur" um 0,64 Prozent verfehlten und damit um 0,83 Prozent besser abschneiden als die jüngsten.

Für Anleger könne es sich daher durchaus lohnen, verstärkt zu sehr alten Fonds zu greifen, lautet das Fazit der Studie. Als Gründe für das bessere Abschneiden nennen die Experten beispielsweise das hohe Volumen. Während alle Fonds im Schnitt über ein Vermögen von 134 Mill. Euro verfügen, sind es bei Fonds mit einem Alter von 20 Jahren und mehr im Schnitt 506 Mill. Euro, was für die Anleger eine niedrigere Kostenbelastung bedeutet. Zudem seien "alte" Fonds oft der Beweis dafür, dass ein Investmentansatz auch langfristigen Bestand hat und sich durch Konjunkturzyklen hindurch bewährt habe. Die 30 ältesten Fonds erzielten in den letzten 25 Jahren immerhin eine jährliche Durchschnittsrendite von 12,0 Prozent.

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