Kleine Bewertungslücke zwischen Growth- und Value-Titeln
Wachstumsfonds feiern Comeback

Der Schroder ISF Euro Dynamic Growth ist ein Wachstumsfonds mit einer klaren Strategie: Fondsmanager Andrew Lynch sucht nach Unternehmen, die nicht nur Wachstum in Form von steigenden Umsätzen und Gewinnen bieten, sondern deren Anteile zusätzlich auch noch günstig zu haben sind.

HB HAMBURG. „Der Schroder ISF Euro Dynamic Growth ist kein reinrassiger Wachstumsfonds, der nur heiße Tech-Titel kauft. Der Fondsmanager sucht innerhalb aller Branchen nach den wachstumsstärksten Unternehmen mit einer günstigen Bewertung“, sagt Analyst Jens Wetter von der Ratingagentur Feri Trust.

Mit seiner Strategie und einem Plus von26,29 Prozent hat es Lynch im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich an die Spitze der Euroland-Fonds geschafft (siehe Tabelle). Die gute Wertentwicklung führt der Manager auf das Comeback der Wachstumstitel zurück. „Growth ist wieder billig.

Die überdurchschnittliche Entwicklung von Substanzwerten hat dafür gesorgt, dass sich die Spanne zwischen den Bewertungen von Growth- und Value-Titeln auf das niedrigste Niveau seit mindestens 15 Jahren verengt hat“, sagt Lynch. Es gebe nun einige hervorragende Kaufgelegenheiten unter den Wachstumsaktien.

Für Performance in Lynchs Portfolio haben vor allem vier Titel gesorgt: Die Immobilien-firma Vivacon schoss seit Januar um rund 170 Prozent in die Höhe, der Technologiekonzern Andritz um 77 Prozent, die Logistikfirma Cia Distribucion Integral Logista um 62 Prozent und die Vermögensverwaltung Azimut um 39 Prozent.

Da konnte selbst die Konkurrenz aus dem eigenen Haus nicht mithalten. Zafar Ahmadullah erzielte mit seinem Schroder ISF Euro Equity in den vergangenen zwölf Monaten ein Plus von 23,03 Prozent und landet auf Platz drei der Kategorie. Und das, obwohl die vier größten Positionen des Fonds mit denen des Euro Dynamic Growth identisch sind. In beiden Portfolios zählen Total, Royal Dutch Petroleum, Eni und Sanofi-Aventis zu den Schwergewichten. Lynch ist jedoch deutlich offensiver als sein Kollege Ahmadullah. Während die vier Firmen beim Euro Equity zusammen 14,1 Prozent des Portfolios ausmachen, werden sie beim Euro Dynamic Growth mit 21,3 Prozent gewichtet.

„Im Gegensatz zum Euro Dynamic Growth setzt der Euro Equity auch auf Firmen, die kein oder nur geringes Wachstum, dafür aber einen im Verhältnis zur Bewertung hohen Substanzwert aufweisen“, sagt Feri-Analyst Wetter. Welcher der beiden Fonds künftig das Rennen mache, sei insbesondere ohne weitere Annahmen über das Marktumfeld nicht prognostizierbar – „zumal der Euro Equity im Oktober einen neuen Manager bekommt“, so Wetter. Ahmadullah wird von Gary Clarke ersetzt, der von Gartmore zu Schroder wechselt.

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