Kleine Fonds berechnen hohe Fixkosten: Anleger leiden unter zu großem Angebot

Kleine Fonds berechnen hohe Fixkosten
Anleger leiden unter zu großem Angebot

Jeder vierte Fonds ist ist zu klein. Er ist sowohl für den Produktanbieter als auch die Anleger unwirtschaftlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung der Analysegesellschaft Fonds Advice, die dem Handelsblatt vorliegt.

ina FRANKFURT/M. Die Ergebnisse der Studie und weitere Daten illustrieren, dass die als erforderlich geltende Konsolidierung der Branche auf Produktebene zum Stillstand gekommen ist.

In die Untersuchung gingen rund 2 150 in Deutschland angebotene Publikumsfonds der hiesigen Gesellschaften ein. Davon waren etwa 530 kleiner als als 15 Mill. Euro. „Das ist etwa ein Viertel der Fonds, in denen aber nur ein Prozent des gesamten Vermögens der untersuchten Publikumsfonds steckt“, sagt Matthias Koss, Geschäftsführer von Fonds Advice. Diese Produkte könnten wegen des Fixkosteneffekts kaum rentabel für den Produktanbieter sein und seien auch für die Anleger zu teuer.

Laut Koss konnten nur wenige Gesellschaften im vergangenen Jahr das durchschnittliche Fondsvolumen steigern. „Oppenheim hat gute Arbeit gemacht, die Activest schloss in großem Stil Produkte oder legte Fonds zusammen“, nennt Koss zwei Positiv-Beispiele (siehe „Groß und Klein“). Den größten Nachholbedarf sieht er bei Cominvest und Warburg-Invest. Diese Anbieter hätten die Produktzahl erhöht; die Durchschnittsvolumina seien spürbar gefallen.

Im Hause Cominvest gibt man sich zurückhaltend. „Das Thema Konsolidierung der Produktpalette ist für uns noch nicht erledigt“, sagt zwar Thomas Goergen, zuständig für Produktentwicklung und -strategie. Aber er ergänzt auch: „Einen Großteil unserer Hausaufgaben haben wir schon vor zwei Jahren mit der Schließung von 20 Portfolios gemacht.“

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