Klima- und Umweltfonds
Prima Klima für Anleger

Die Fondsbranche setzt derzeit auch auf den Klimawandel. Viele Branchen profitieren davon - Anleger sollen ebenfalls gute Renditen einfahren. Echte Chance - oder wieder nur ein Modetrend? Worauf Investoren achten sollten.

DÜSSELDORF. Noch streiten sich die Experten, ob der Klimawandel aufgehalten werden kann oder ob wir nur noch darauf reagieren können. So oder so - es wird teuer. Eine Flut von Studien schwappte in jüngster Zeit durch die Medien, die die Kosten vorrechneten. Ein wichtiger Aspekt für Anleger dabei: Kosten sind Ausgaben. Zum Teil fließt das Geld in Branchen, denen die globale Erwärmung nach vielen Prognosen ein goldenes Geschäft bringen wird. Andere Branchen zählen zu Verlierern, da sie höhere Aufwendungen haben werden.

Beide Aspekte sind für Anleger wichtig: Verlierer-Branchen werfen künftig tendenziell weniger Rendite ab, Profiteure mehr. Teurer wird das Wirtschaften zum Beispiel für die Luftfahrt, das Gesundheitswesen - das indes wiederum von anderen Megatrends profitiert -, den Tourismus und den Transport. Auch Unternehmen der Branchen Öl & Gas sowie Finanzdienstleistung sollten potenziellen Auswirkungen des Klimawandels auf ihr Geschäft mehr Beachtung schenken, raten Analysten der Beratungsgesellschaft KPMG in ihrem Bericht "Climate Changes your Business".

Die Experten haben 50 Fachstudien ausgewertet, die sich mit wirtschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels auf unterschiedliche Industriesektoren beschäftigen. Danach ist die Öl- und Gasbranche noch am besten auf mögliche Folgen eingestellt; sie trage aber auch "bei weitem die größten Risiken aller 18 unter die Lupe genommenen Industriebereiche". Das Transportgewerbe dagegen sei am schlechtesten gewappnet.

"Keine einzige der untersuchten Branchen ist wirklich ausreichend auf die unterschiedlichsten Risiken vorbereitet, die aus dem Klimawandel resultieren", sagt Barend van Bergen, Direktor im Bereich Sustainability Services von KPMG. Dazu zählt er Wirbelstürme und Überschwemmungen ebenso wie strengere Umweltschutzauflagen, spezielle Energiesteuern, aber auch Haftungsrisiken.

Für Anleger wird hier eine Widersprüchlichkeit und Komplexität offenbar, die zur Vorsicht mahnt: Wer beispielsweise dem Megatrend Rohstoffe blindlings vertraut und auf Öl- und Gaswerte setzt, kann also durchaus trotz aller Chancen auch böse Überraschungen erleben.

Auf der anderen Seite stehen die Gewinner des Klimawandels. Zu ihnen zählt Klaus Martini, Leiter der globalen Anlagestrategie für Privatkunden der Deutschen Bank, die Hersteller von Kraftwerkstechnologie sowie Unternehmen, die Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energie herstellen. "Aber auch Gen- und Biotechnologieunternehmen sowie Anbieter zur Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden sollten vom Klimawandel profitieren", sagt Martini.

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