Konsolidierung bei Fondsplattformen hat noch nicht begonnen
Fondsplattformen wollen durchhalten

Stell' Dir vor, es ist Konsolidierung und keiner geht aus dem Markt. In Deutschland buhlen rund 20 Internet-Fondsplattformen ("Fondssupermärkte") um selbstständige Anlagevermittler, freie Finanzdienstleister und die Depots von Kapitalanlagegesellschaften (KAG's).

In den USA teilen sich hingegen zwei Anbieter, Fidelity und Charles Schwab, 90 Prozent des Marktes auf. Die meisten der deutschen Plattformen haben das selbe Geschäftsmodell: Sie wickeln die Fondsanteile verschiedener Fonds und Anbieter ab und verwahren sie für den Kunden in einem einzigen Depot.

Um profitabel zu arbeiten, braucht ein auf die Abwicklung spezialisierter Fondssupermarkt mindestens eine Million Depots, sagt Rüdiger Sälzle, Vorstand des Fondsresearchunternehmens Fondsconsult. Davon können die meisten Anbieter nur träumen. Deshalb dürften mittelfristig nur drei bis fünf der 20 Supermärkte am Markt bestehen, sagen Experten wie Peter Engel, Vorstand beim Softwarehaus Diamos.

Doch die Konsolidierung bleibt bisher aus. Die Anbieter prahlen mit ihrem langen Atem, es kommen sogar immer wieder Anbieter hinzu. Die Plattformen hoffen auf Aufträge von KAG s, die ihre Depotverwaltung auslagern. Auch die komplizierte Abwicklung von Produkten der betrieblichen Altersversorgung gilt als wichtiges Thema. Andere wie Advisor Tech und Moventum setzen auf die Beratung von Vermittlern.

Die drei Anbieter mit den meisten Depots sind die Plattformen E-Base der Commerzbank-Tochter Cominvest (1,3 Mill. Depots), die zur ING-Gruppe gehörende Frankfurter Fondsbank (615 000 Depots) sowie die Fondsservicebank von HVB Asset Management und der Meag (380 000 Depots). Neben der Abwicklung sieht Carsten Wittrock, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens zeb/asset.management.consult, Zukunftschancen in der Depotverwaltung: "Viele, vor allem kleinere KAG's wollen raus aus diesem Bereich. Die IT-Kosten sind ihnen zu hoch", sagt er. So nimmt der Wettbewerb um KAG-Kunden unter den Plattformen zu.

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