Konzentration auf Europa
KBL-Dachfonds erringt mit Nebenwerten Spitzenplatz

Die Anlagekategorie „Dachfonds Aktien“ der Bad Homburger Analyseagentur Feri ist alles andere als homogen: Sie umfasst sowohl reine Regionen-Dachfonds als auch global anlegende Produkte mit vermögensverwaltendem Charakter.

HAMBURG. Zu den besonders spezialisierten Produkten dieser Kategorie gehört unter anderem der KB Lux Key Fund European Small Companies, der sich nicht nur auf eine Anlageregion konzentriert, sondern zudem ausschließlich auf Unternehmen mit geringer bis mittlerer Marktkapitalisierung setzt. Mit dieses über nur fünf Zielfonds abgedeckte Anlageuniversum war Christophe Bogaert von der Kredietbank Luxembourg (KBL) in den vergangenen zwölf Monaten sehr erfolgreich: Mit einem Wertzuwachs von 25,50 Prozent belegt er den Spitzenplatz seiner Vergleichsgruppe.

Im Portfolio des bei der Münchner Kapitalanlage aufgelegten IAM Stabilitäts Portfolio spielen diese Papiere derzeit dagegen überhaupt keine Rolle. „Diese Position haben wir vor einigen Wochen komplett verkauft“, erläutert Fondsberater Olaf Johannes Eick von der Schweizer Vermögensverwaltung Multi-Invest. Im Gegensatz zu Bogaert legt Eick weltweit an und beschränkt sich nicht auf Nebenwerte. Mit diesem breit gefassten Ansatz erwirtschaftete er ein Plus von 23,96 Prozent und schneidet damit nur unwesentlich schlechter ab als sein Luxemburger Konkurrent.

Anders als Bogaert agiert Eick zudem nach einem rein quantitativen Ansatz: „Die Kauf- und Verkaufsentscheidungen werden von uns ausschließlich anhand der Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Kursanstieg oder -verlust gefällt“, erläutert er. Ergeben sich aus den täglich berechneten Wahrscheinlichkeiten beispielsweise Verkaufssignale, löst Eick das entsprechende Engagement sofort auf.

Besonders radikal hat er diese Strategie während der Kursstürze im Mai dieses Jahres umgesetzt: „Wir waren Ende April noch zu 100 Prozent in Aktienfonds investiert und habe sämtliche Positionen innerhalb von zwei Wochen gegen Geldmarktengagements ausgetauscht“, erläutert Eick. Seit sich die Märkte Mitte Juni wieder beruhigten, hat auch Eick seine Aktienpositionen wieder aufgebaut. Seit Ende November hat er den Fonds jedoch wieder defensiver ausgerichtet: „Wir haben zuletzt unsere Positionen mit Schwerpunkt auf Korea, Taiwan, Japan und europäischen Nebenwerten verkauft“, so der Fondsberater.

Im Schnitt streut er das Portfolio über zehn Zielfonds, die jeweils einen Teilmarkt abdecken. „Grundsätzlich halten wir aber immer auch mindestens einen Globalfonds wie den Klassiker Templeton Growth im Portfolio, sofern die Aktienposition nicht gänzlich aufgelöst ist“, erläutert Eick.

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