Konzentration im Technologiesektor drückt auf die Bewertung
Viele Aktienfonds für US-Werte bekommen schlechte Noten

Die Fondsresearchfirma Feri Trust hat die Bewertung für eine ganze Reihe von US-Aktienfonds mit Ausrichtung auf Wachstumswerte gesenkt. Insgesamt sieben Produkte erhalten nur noch das zweitschlechteste Rating „D“ oder sogar die schlechteste Bewertung „E“.

HB FRANKFURT/M. Zu dieser Gruppe gehören beispielsweise die Fonds der bekannten Anlagegesellschaften Threadneedle, Alger und Janus (siehe Tabelle: >>> „Bewertungsveränderungen im Überblick“). Insbesondere die letzten beiden sind für ihre Konzentration auf „Growth“-Titel bekannt.

„Die Zahl der Herabstufungen wird in den nächsten Monaten wohl noch zunehmen“, erwartet Feri-Analyst Achim Backhaus. Die Bewertungen seien maßgeblich von den Wertentwicklungen der vergangenen fünf Jahre beeinflusst. Und jetzt fielen sukzessive die sehr guten Monate für Wachstums- und Technologiewerte kurz vor dem Platzen der Spekulationsblase im Frühjahr 2000 aus dem Bewertungszeitraum heraus. Mit Blick nach vorne sagt Backhaus: „Die aufgelisteten Produkte sind nur etwas für Anleger mit ausgesprochen guter Meinung zu Wachstumstiteln.“

Die Übersicht über Fonds mit markanten Rating-Veränderungen ist ein exklusiver monatlicher Service für die Handelsblatt-Leser. Sie bietet eine Aufzählung aller in Deutschland zugelassener Produkte, bei denen sich die Bewertung im aktuellen Zwölfmonatsrückblick (Dezember 2003 bis Dezember 2004) um mindestens zwei Stufen verändert hat. Ein zweiter Service ist die Beobachtungsliste, die Leser dieses Mal online abrufen können (siehe Tabelle: >>> Beobachtungsliste). Es handelt sich um eine Art Frühwarnsystem für mögliche künftige Bewertungsveränderungen.

Die Bewertungen bieten Investoren eine Orientierungshilfe bei der Produktwahl innerhalb der gleichen Anlagegruppe. Per saldo gibt das Rating Aufschluss darüber, inwieweit ein Fonds für einen mittelfristigen Zeitraum eine stabile, überdurchschnittliche Wertentwicklung bei relativ niedrigem Risiko aufweist.

Zur Notengebung: Die Feri-Strategen bilden in den wichtigsten Fondsgruppen fünf Qualitätsstufen auf einer Skala von „A“ für sehr gut bis „E“ für schwach. Die Gesamtnote wird zu 70 Prozent durch die Ergebnisse der Performanceanalyse bestimmt, zu 30 Prozent durch die Resultate der Risikoprüfung. Bei den Performanceaspekten zählt zum einen die Wertentwicklung im Verhältnis zum Vergleichsindex und zu anderen Fonds mit ähnlicher Ausrichtung. Zum anderen fließen die Stabilität der Wertentwicklung sowie das Fondsverhalten in Auf- und Abschwungphasen an der Börse ein.

Für ein Rating kommen nur Produkte in Frage, die fünf Jahre oder länger existieren. Bestimmte Fondsgruppen sind grundsätzlich von der Bewertung ausgeschlossen. Das gilt insbesondere für Geldmarktprodukte, bei denen eine vergleichende Bewertung dank ihrer durchweg stetigen Performance wenig aussagekräftig wäre.

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