Kräftige Finanzspritze
Goldman muss Fonds mit Milliarden stützen

Die Subprime-Krise fordert weitere Opfer. Ein Hedge-Fonds von Goldman Sachs ist im Zuge der Finanzmarktturbulenzen erheblich unter Druck geraten. Um den Fonds zu retten, schießt die US-Investmentfirma Mittel in einer Höhe zu, die den Fall Bear Stearns locker in den Schatten stellen und bislang ihresgleichen suchen.

HB NEW YORK. Der Hedge-Fonds „Global Equity Opportunities“ (GEO) der US-Investmentfirma Goldman Sachs erhält eine Milliardenspritze. Mehrere amerikanische Investoren und Goldman Sachs selbst investieren in den Fonds drei Milliarden Dollar (2,2 Mrd. Euro). Das ist doppelt so viel wie die Investmentbank Bear Stearns in seine Fonds gepumpt hat. Insgesamt zwei Bear-Stearns-Hedge-Fonds sind wegen Fehlspekulationen auf dem Markt für zweitklassige Hypothekenkredite zusammengebrochen.

Die Anleger ließ die Nachricht kalt: Die Aktien von Goldman Sachs legten in einem freundlichen Handel 0,5 Prozent im Plus. In der vergangenen Woche hatte das Papier wegen Spekulationen über Hedge-Fonds-Probleme Einbußen erlitten.

Neben Goldman Sachs beteiligten sich daran Starr & Co., die Perry Capital LLC und der amerikanische Milliardär Eli Broad, teilte die New Yorker Investmentbank am Montag mit. Der Geo-Fonds (Global Equity Opportunities) hatte vor dem Milliardeninvestment nur noch einen Wert von rund 3,6 Milliarden Dollar.

Global Equity Opportunities sei seit Anfang des Jahres um mehr als 30 Prozent abgesackt, erklärte Goldman-Finanzchef David Viniar. Der Abschlag sei nicht durch die fundamentale Faktoren gerechtfertigt, hieß es. Goldman Sachs hält Vermögenswerte verschiedener Fonds für unterbewertet.

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