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Kreise: Fonds an Aufsichtsratssitzen bei Deutscher Börse wenig interessiert

An der Deutschen Börse beteiligte Fondsgesellschaften wie Atticus, TCI, Capital Group, Fidelity oder Harris Associates sind britischen Finanzkreisen zufolge wohl nicht an einem Platz im Aufsichtsrat (AR) der Deutschen Börse interessiert.

dpa-afx FRANKFURT/LONDON. An der Deutschen Börse beteiligte Fondsgesellschaften wie Atticus, TCI, Capital Group, Fidelity oder Harris Associates sind britischen Finanzkreisen zufolge wohl nicht an einem Platz im Aufsichtsrat (AR) der Deutschen Börse interessiert. "Im Aufsichtsrat sollten Investoren sitzen, die strategisch investiert sind", sagten die Kreise der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Donnerstag. Daher sei es eher unwahrscheinlich, dass in erster Linie am Aktienkurs interessierte Fondsgesellschaften Mitglieder im Aufsichtsgremium des Frankfurter Börsenbetreibers werden wollten.

Zudem erfahre der Aufsichtsrat bei seiner Tätigkeit öfter für Fondsmanager hochrelevante Neuigkeiten, was bedingt durch die rechtliche Situation in Großbritannien extreme Schwierigkeiten mit sich bringen würde, hieß es weiter.

Wie die "Financial Times Deutschland" (FTD/Donnerstagausgabe) ohne Quellenangabe berichtet hatte, erwägt die Deutsche Börse, größeren neuen Anteilseignern eine Vertretung im Aufsichtsrat einzuräumen. Allerdings solle dies erst mit der turnusgemäßen Neuwahl des Gremiums im Jahr 2006 erfolgen. Die Deutsche Börse kommentierte dies nicht.

AR Steht Hinter AngebotsrÜCkzug FÜR LSE

Am Abend zuvor hatte sich der Aufsichtsrat der Deutschen Börse einmütig hinter den vorläufigen Rückzug des Börsenbetreibers aus seinem Kaufangebot für die Londoner Stock Exchange (LSE) gestellt. Weiter hieß es, dass in Gesprächen mit den Aktionären ein Konzept vorbereitet werde, Barmittel in signifikantem Umfang an die Aktionäre auszuschütten. Der Vertrag von Finanzvorstand Mathias Hlubek, der zum 31. Dez. 2005 ausläuft, wurde um fünf Jahre bis zum 31. Dezember 2010 verlängert.

Ob und inwiefern über die Rolle von Seifert als Börsenchef und dessen Vorgehen beim LSE-Übernahmeplan gesprochen wurde oder über die Rolle des Aufsichtsratsvorsitzenden Rolf Breuer wurde nicht kommentiert. Während sich vor kurzem noch TCI und auch andere Hedgefonds wie Atticus für einen Rücktritt Seiferts und Breuers ausgesprochen hatten, stehen laut Investmentchef Simon Fraser von Fidelity, für seine Fondsgesellschaft derzeit Personalfragen nicht im Mittelpunkt.

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