Krisenmanagment bei Grundbesitz-Invest
Fondsbranche diskutiert Reformen

Die Schließung des offenen Immobilienfonds Grundbesitz-Invest der Deutschen Bank hat die Gespräche über eine Reform des Anlageproduktes belebt. In der Diskussion sind Änderungen beim Bewertungsprocedere sowie der Liquiditätssteuerung.

FRANKFURT. Seit Sommer finden Diskussionen zwischen dem BVI auf Seiten der Anbieter, dem BIIS Bundesverband der Immobilien-Investment-Sachverständigen e.V. als Vertreter der Sachverständigen, dem Bundesfinanzministerium und der Bundesanstalt für Fiananzdienstleistungsaufsicht (BaFin) statt. Die Unterredungen dienen der Modernisierung des Investmentgesetzes (InvG).

Aus BVI-Kreisen ist zu hören, dass sich die Mitglieder nicht mehr dagegen wehren, dass die Sachverständigen von einem neutralen Gremium – möglicherweise der deutschen BaFin – Bewertungsaufträge von wechselnden Gesellschaften (Rotationsprinzip) erhalten und aus einem gemeinsamen Fonds der Anbieter bezahlt werden. Bislang erhalten die unabhängigen Sachverständigen Aufträge und Honorar direkt von den Investmentgesellschaften.

Die Difa hält diesen Schritt nicht für zwingend, würde ihm aber zustimmen, wenn es dazu dient, die Unabhängigkeit der Sachverständigen in der Öffentlichkeit glaubhafter zu machen, sagte Reinhard Kutscher, Vorstand der Difa Deutsche Immobilienfonds AG, am Montag. Alexandra Merz, Analystin offener Immobilienfonds bei der Ratingagentur Scope fordert seit langem das Rotationsprinzip.

Auch kürzere Bewertungsintervalle – etwa von einem halben oder gar einem viertel Jahr – werden von BVI und BIIS nicht mehr gänzlich abgelehnt.

Seite 1:

Fondsbranche diskutiert Reformen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%