Kursverfall
Technologie-Fonds üben sich im Stock-Picking

Will ein Anleger wissen, wie gut oder schlecht sich eine Branche entwickelt, kann er sich den entsprechenden Branchenindex ansehen. Oder er schaut auf einen börsengehandelten Indexfonds, der den Index nahezu eins zu eins nachbildet, einen so genannten Exchange Traded Fund (ETF). So zeigt ein Blick auf die Entwicklung des Lyxor ETF Nasdaq 100, dass die Technologie-Branche in der vergangen Zeit kränkelte.

HAMBURG. Der Lyxor-ETF verlor in den vergangenen zwölf Monaten 0,39 Prozent. „Die Angst vor einem Einbruch der Immobilienpreise in den USA und einer Abkühlung der gesamten US-Konjunktur hat die Anleger in die etablierten Märkte und raus aus den Technologiewerten getrieben“, sagt Thomas Meyer zu Drewer, Deutschlandchef von Lyxor ETF. Bis Ende September hat der Fonds statt des Nasdaq 100 den Index MSCI USA Information Technologies abgebildet. „Die Korrelation der beiden US-Technologieindizes liegt jedoch bei über 97 Prozent, so dass sich die Wertentwicklung dadurch nicht wirklich ändert“, erklärt Meyer zu Drewer.

Dass es möglich ist, sich der negativen Branchenentwicklung zu entziehen, zeigen einige aktiv gemanagte Fonds, etwa der Putnam Emerging Information Sciences Fund. Mit einer Wertentwicklung von 11,82 Prozent belegt die Euro-Tranche in der Ein-Jahres-Statistik von Feri Rang fünf, die Dollar-Tranche, auf Euro-Basis gerechnet, liegt mit 9,26 Prozent auf Rang zehn (siehe Tabelle). Performance-Unterschiede ergeben sich durch die Währungsabsicherung.

Fondsmanager Michael Petro führt den Erfolg auf die Titelselektion zurück. Im Nasdaq 100 heißen die Schwergewichte Microsoft, Intel und Cisco. Petros Top-Beteiligungen sind Micros Systems, Parametric Technology und Digital River. Der größte Performancetreiber der vergangenen Monaten ist nicht im Nasdaq 100 vertreten: Hittite Microwave. Die Aktie legte über 120 Prozent zu, seit sie zum Portfolio des Putnam-Fonds gehört.

„Außerdem haben wir mit den Softwareunternehmen MRO Software, RSA Security und Amdocs sowie mit dem Kommunikationsgerätehersteller Redback Networks ein gutes Plus gemacht“, sagt Petro. Der Putnam-Manager ist auch für die Zukunft optimistisch. „Durch den drastischen Kursverfall im Frühjahr und Sommer, sind Technologieaktien wieder vernünftig bewertet.“ Solange die US-Notenbank die Inflation im Griff behalte ohne die Wirtschaft in eine Rezession zu führen, glaubt Petro an weiter steigende Kurse. Solange sich jedoch kein klarer Trend herausbilde, investiere er umsichtig: Petro setzt aktuell auf Unternehmen, die entweder Marktführer sind oder von denen er in den nächsten sechs bis 18 Monaten eine bessere Geschäftsentwicklung erwartet als von den übrigen Marktteilnehmern.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%