LBB Go China Versus Minimax II - Zertifikat
China für Daueroptimisten

Im vergangenen Jahr haben chinesische Aktien die Titel an den US-Börsen klar abgehängt. Mit einem neuen Zertifikat der Landesbank Berlin können Anleger darauf wetten, dass die Börse Aktien aus dem Reich der Mitte - allen Warnungen vor einer Spekulationsblase zum Trotz - auch in den kommenden Monaten wieder besser laufen als die Wall Street.

Es gibt wohl keinen Aktienmarkt, über den zurzeit mehr diskutiert wird, als den chinesischen. Aus Mangel an attraktiven Anlage-Alternativen drängen die Chinesen in Scharen an die Börse. Anfang der Woche wurde mit mehr als 450 000 Depoteröffnungen an einem Tag ein weiterer Wahnsinns-Rekord aufgestellt. Kein Wunder, dass immer mehr Experten vor einer Blase an Chinas Börsen warnen und einen empfindlichen Rückschlag vorhersagen. Die Regierung scheint diese Sorgen zu teilen und startet mit einer höheren Steuer auf Aktienkäufe einen weiteren Versuch, den Boom zu bremsen.

Auf eine Fortsetzung der Hausse setzt dagegen die Landesbank Berlin (LBB) mit ihrem "Go China Versus Minimax II"-Zertifikat, das bis zum 12. Juni zur Zeichnung angeboten wird. Nachdem die erste Auflage des Papiers aus der Gattung der Expresszertifikate, die sich bei der LBB leider hinter dem peppigeren Namen Minimax verstecken, bereits nach einem Jahr mit einem Plus von zehn Prozent zurückgezahlt wurde, verspricht die LBB Anlegern mit dem Folgezertifikat nun voraussichtlich 11,5 Prozent Rendite nach einem Jahr. Voraussetzung ist allerdings, dass der Hang Seng China Enterprises Index (HSCEI) vom Emissionstag bis zum 13. Juli 2008 besser läuft als das amerikanische Standard-Aktienbarometer S&P 500. Liegt der HSCEI nach einem Jahr hinten, was angesichts der Warnungen der Experten wahrscheinlich erscheinen mag, setzt sich das Duell fort. Nach zwei Jahren sind für Anleger 23 Prozent drin, nach drei Jahren 34,5 und am Ende der Laufzeit schließlich 46 Prozent - vorausgesetzt der China-Index hat den S&P 500 am jeweiligen Stichtag wieder überholt.

Gelingt dies auch am Ende der Laufzeit nicht, kann es für Anleger bitter werden. Anders als bei vielen anderen Express-Zertifikaten bietet das Papier der Hauptstadt-Banker keinen Risikopuffer gegen Verluste. Denn die Rückzahlung richtet sich in diesem Fall eins zu eins an der tatsächlichen Wertentwicklung des HSCEI-Index. Das kann positiv sein, wenn sich der Index zwar schwächer als sein US-Pendant, insgesamt aber doch nach oben bewegt. Gehen chinesische Aktien hingegen auf Tauchstation, tragen Anleger die Verluste in vollem Umfang mit. Und das Risiko, dass chinesische Aktien in vier Jahren niedriger liegen als heute, sollten Investoren trotz glänzender Wachstumsprognosen für das Reich der Mitte nicht unterschätzen.

rad

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