Lenker der Branchenportfolios sehen mittelfristig Potenzial
Nur wenige Technologie-Fonds retten sich ins Plus

Mehr als 150 Prozent hat die Apple-Aktie seit April vergangenen Jahres zugelegt. Google, eine der spektakulärsten Neuemissionen des vergangenen Jahres, schaffte seit August immerhin 60 Prozent. Doch wer diese Zahlen dahingehend interpretiert, dass mit Technologie- und Internet-Fonds zuletzt gutes Geld zu verdienen war, sieht sich getäuscht: In der jüngsten Zwölf-Monats-Auswertung von 123 Angeboten liegen gerade einmal drei im Plus.

HB HAMBURG. Das ist kein Wunder, denn der Vergleichsindex MSCI World Information Technology verlor knapp elf Prozent. Vor diesem Hintergrund ist das Minus von knapp drei Prozent des auf Platz fünf liegenden Dit-Internet ein Erfolg. Google gehört denn auch zu den größten Positionen von Sebastian Thomas, der den Fonds bei der Allianz - Tochter RCM in San Francisco betreut. Der Suchmaschinen- Anbieter ist für Thomas ein Beispiel dafür, dass der Internet-Sektor nach wie vor Spitzenfirmen hervorbringt: "Einige der größten Gewinner der kommenden Jahre stehen vielleicht noch gar nicht auf dem Kurszettel."

Thomas setzt bei seinem zu rund 95 Prozent aus US-Titeln bestehenden Portfolio vor allem auf mittelgroße Unternehmen, die entweder Marktführer in ihrem Segment sind oder von einem günstigen Produktzyklus profitieren. Trotz des aktuell eher ungünstigen Umfelds bleibt er mittelfristig positiv gestimmt: "Anbieter, die bis jetzt durchgehalten haben, verfügen über viel Erfahrung, leistungsfähige Führungsstrukturen und bewährte Geschäftsmodelle."

Der positive Ausblick für die Technologiebranche wird von neutralen Branchenbeobachtern durchaus geteilt. "Die Fundamentaldaten lassen keinen nachhaltigen Abwärtstrend erkennen", sagt etwa Gerd Bennewirtz von SJB Fonds-Skyline. Noch reagiere am Markt zwar die Vorsicht. Doch das sei die beste Gelegenheit, schrittweise antizyklische Technologiepositionen aufzubauen. Dabei gilt es Bennewirtz zufolge auf zwei Dinge zu achten: "Der Anteil eines entsprechend ausgerichteten Fonds am Depot sollte maximal zehn Prozent ausmachen, und das Investment sollte die gesamte Wertschöpfungskette vom Chip bis zur Dienstleistung nutzen."

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