Lenker des europäischen Aktienportfolios stellt Depot um
Dit-Fonds kämpft mit neuem Manager gegen schlechtes Rating

Ein europäischer Aktienfonds der Allianz-Tochter Dit wird jetzt von Feri Trust deutlich schlechter bewertet als noch vor einem Jahr. Die Fondsanalysefirma stufte den 240 Mill. Euro großen Dit-Aktien Europa AF vom durchschnittlichen Rating „(C)“ auf die schlechteste Note „(E)“ herab.

HB FRANKFURT/M. Feri-Analyst Achim Backhaus begründet die Abstufung mit der Fünfjahresperspektive des Rating-Konzepts. „Der Fonds war stark bei Wachstumswerten engagiert und hatte mit der Hausse dieser Titel bis Frühjahr 2000 auch eine extrem gute Performance hingelegt“, sagt er. Die „guten Zeiten“ würden nun aber sukzessive aus dem Betrachtungszeitraum herausfallen.

Das bestätigt Dit-Fondsmanager Harald Sporleder. „Außerdem war das Jahr 2002 eine Katastrophe für den Fonds“, sagt er. Im Oktober des Jahres sei er mit der Leitung des Fonds beauftragt worden. Das Produkt sei anschließend wieder besser gelaufen. „Ich habe mich von der reinen Wachstumsausrichtung getrennt. Heute legen wir unabhängig von Investmentstilen an“, betont er. Sporleder ist überzeugt: „In zwei Jahren bekommen wir wieder die beste Ratingnote.“

Die Übersicht über Fonds mit markanten Rating-Veränderungen ist ein exklusiver monatlicher Service für die Handelsblatt-Leser. Sie bietet eine Aufzählung aller in Deutschland zugelassenen Produkte, bei denen sich die Bewertung im aktuellen Zwölfmonatsrückblick (Februar 2004 bis Februar 2005) um mindestens zwei Klassen verändert hat.

Ein zweiter Service ist die Beobachtungsliste, die Leser dieses Mal onlineabrufen können. Es handelt sich um eine Art Frühwarnsystem für mögliche künftige Bewertungsveränderungen.

Die Bewertungen bieten Investoren eine Orientierungshilfe bei der Produktwahl innerhalb der gleichen Anlagegruppe. Ratings von Fonds aus unterschiedlichen Anlagegruppen sind nicht vergleichbar. Per saldo gibt das Rating Aufschluss darüber, inwieweit ein Fonds für einen mittelfristigen Zeitraum eine stabile, überdurchschnittliche Wertentwicklung bei relativ niedrigem Risiko aufweist.

Zur Notengebung: Die Feri-Strategen bilden in den wichtigsten Fondsgruppen fünf Qualitätsstufen auf einer Skala von „(A)“ für sehr gut bis „(E)“ für schwach. Die Gesamtnote wird zu 70 Prozent durch die Ergebnisse der Performanceanalyse bestimmt, zu 30 Prozent durch die Resultate der Risikoprüfung. Bei den Performanceaspekten zählt zum einen die Wertentwicklung im Verhältnis zum Vergleichsindex und zu anderen Fonds mit ähnlicher Ausrichtung. Zum anderen fließen die Stabilität der Wertentwicklung sowie das Fondsverhalten in Auf- und Abschwungphasen an der Börse mit in die Bewertung ein

Für ein Rating kommen lediglich Produkte in Frage, die fünf Jahre oder länger existieren. Noten werden nur vergeben, wenn es mindestens 20 Konkurrenzfonds gibt.

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