Letter One in der Nordsee

Russischer Fonds soll Gasfeld verkaufen

Ärger in der Nordsee: Der russische Fonds Letter One soll das von RWE erworbene Gasfeld in der Nordsee verkaufen. Stein des Anstoßens sind insbesondere die Eigentümer. Die britische Regierung mit dem Lizenzentzug.
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Eine Gasplattform in der Nordsee: Dem russischen Fonds Letter One gehört eine Gasplattform vor der britischen Küste Quelle: dpa
Gasplattform in der Nordsee

Eine Gasplattform in der Nordsee: Dem russischen Fonds Letter One gehört eine Gasplattform vor der britischen Küste

(Foto: dpa)

LondonDer russische Fonds Letter One soll nach dem Willen der britischen Regierung ein kürzlich von RWE gekauftes Gasfeld in der Nordsee binnen sechs Monaten verkaufen oder seine Eigentümerstruktur ändern. Anderenfalls drohe der Entzug der Lizenzen, teilte das Energieministerium in London am Montag mit. Es begründete das Ultimatum mit den gegen Russland verhängten Sanktionen des Westens.

RWE hatte seine Öl- und Gassparte Dea an Letter One verkauft und dieses Geschäft im März abgeschlossen. Der verschuldete Energieriese hatte die politisch heiklen Verkaufspläne vor etwa einem Jahr bekanntgegeben. Insgesamt 14 Regierungen mussten inmitten der Ukraine-Krise die Transaktion freigeben - alle, in denen Dea Erkundungslizenzen für Öl oder Gas hat. Dazu gehörten neben Großbritannien auch Norwegen, Ägypten und Libyen.

Das Bundeswirtschaftsministerium prüfte und hatte keine Einwände. Ausschlaggebend sei, dass der Käufer seinen Firmensitz in der EU hat. Eine Beeinträchtigung der Versorgungssicherheit in Deutschland sei nicht zu erwarten.

Großbritannien dagegen hatte von Anfang an große Bedenken. RWE und Letter One vereinbarten daher, dass RWE „im unwahrscheinlichen Fall von Sanktionen“ gegen Letter One oder die Alfa Group die Dea-Geschäfte in Großbritannien binnen eines Jahres nach dem Verkauf zurückkaufen muss.

  • afp
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