Londoner Hedgefonds
Clive schließt nach anhaltenden Verlusten

Der Hedgefonds Clive Capital schwächelte seit Jahren, jetzt zieht das Management die Notbremse. Es gebe nur begrenzte Chancen, wieder die Renditen der Vergangenheit zu erreichen. Die Anleger sollen nicht leer ausgehen.
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LondonDer seit Jahren schwächelnde Hedgefonds Clive Capital wird geschlossen. Das entschied das Management nach anhaltenden Kursverlusten und stetig abfließenden Kundengeldern. Die Anleger werden aber zumindest einen Teil ihres Geldes zurückbekommen: Im Oktober sollen 98 Prozent des noch vorhandenen Kapitals zurückfließen, wie der Londoner Fonds am Freitagabend mitteilte.

Allerdings haben die Investoren in den vergangenen drei Jahren bereits hohe Verluste des Fonds verschmerzen müssen, der auf Rohstoffe und insbesondere den Öl-Markt spezialisiert ist. Der Haupt-Fonds des Unternehmens hat in diesem Jahr bisher neun Prozent an Wert eingebüßt, nachdem es 2012 schon knapp neun Prozent und 2011 fast zehn Prozent waren. Einst verwaltete Clive Capital fünf Milliarden Dollar, zuletzt waren es Reuters-Informationen zufolge im Haupt-Fonds nur noch 650 Millionen.

In einem Brief an die Kunden hieß es, es gebe nur begrenzte Chancen, wieder die guten Renditen der Vergangenheit zu erwirtschaften. Der Fonds wurde 2007 von Chris Levett gegründet, dessen persönliches Vermögen auf 250 Millionen Pfund taxiert wird. Seit 2009 schwanken viele Rohstoffmärkte sehr stark, was Investoren das Leben schwermacht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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