Mäßige Bilanz
Viele Aktienfonds bekommen schlechte Noten

Die Aktienfonds der 15 weltweit größten Vermögensverwalter erzielen fast durchweg schlechtere Ergebnisse als ihre Vergleichsindizes. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von Myprivatebanking.com. Einbezogen in die Fünfjahresbilanz sind Produkte mit Schwerpunkt USA, Europa, Asien sowie globale Fonds. Die Deutsche-Bank-Tochter DWS schneidet vergleichsweise gut ab.
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FRANKFURT. Neben der Deutschen Bank mit ihrer Investmenttochter DWS, kommen noch der amerikanische Verwalter Blackrock und die schweizerische Lombard Odier in die schwarzen Zahlen. Dieses Top-Trio erreicht Mehrerträge in der Größenordnung von durchschnittlich einem bis über vier Prozent. Insgesamt bleiben jedoch 80 Prozent der untersuchten Aktienfonds hinter ihren Indizes zurück. Über die fünf Jahre laufen oft zweistellige prozentuale Mindererträge gegenüber den jeweiligen Messlatten auf. Zwei der Top-15-Verwalter fielen wegen einer zu geringen Zahl von Produkten aus der Analyse heraus.

"Die Zahlen sind sehr enttäuschend", sagt Steffen Binder, Researchleiter der Informationsplattform Myprivatebanking.com. Die Ergebnisse stützen ähnliche Untersuchungen. So hatte beispielsweise das Analysehaus Fonds Consult für das Kalenderjahr 2008 deutlich unterdurchschnittliche Leistungen in den meisten Fällen errechnet.

"Der Kunde kann daraus lernen, dass er den Kern seines Depots mit Indexprodukten abdecken sollte", resümiert Binder. Wer dennoch einen aktiven Verwalter wählt, der demnach seinen Index zu schlagen versucht, der sollte seiner Meinung nach einen langjährigen Leistungsnachweis abfragen und sich außerdem nicht auf die Fonds der Hausbank beschränken. "Das vermissen wir bei den meisten Anlegern, sowohl bei denen mit geringem Vermögen als auch bei den wohlhabenden Investoren", sagt Binder.

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