Magellan kassiert weniger Gebühren
Flaggschiff-Fonds bereitet Fidelity Sorgen

Beim Magellan Fund, dem Flaggschiff der Fondsgesellschaft Fidelity Investments, sind die Gebühreneinnahmen im vergangenen Geschäftsjahr um 16 Prozent gefallen. Ursache dafür war die vergleichsweise schlechte Performance des Investmentfonds im Vergleich zum US-Index Standard & Poor’s 500.

Bloomberg LONDON. In den zwölf Monaten bis März strich die Fondsgesellschaft mit dem 56,9 Milliarden Dollar schweren Portfolio Gebühren in Höhe von 270,1 Millionen Dollar ein, nach 321,4 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum, geht aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervor. Im Jahresbericht von Fidelity heißt es, eine „Performance-Anpassung“ habe die Gebühreneinnahmen um 89,8 Millionen Dollar geschmälert.

„Der Fonds wurde von aufsichtsrechtlichen Themen belastet, die die Aktienkurse mehrerer Finanzwerte, die ich übergewichtet hatte, gedrückt haben“, schreibt Fondsmanager Robert Stansky im Jahresbericht. Zu den betroffenen Werten gehört etwa der Versicherer American International Group, gegen den der New Yorker Generalanwalt Eliot Spitzer wegen manipulierter Versicherungsverträge Klage erhoben hat. Auch Kursverluste bei dem weltgrößten Finanzinstitut Citigroup und dem Hypothekenfinanzierer Fannie Mae lasteten auf dem renommierten Fonds.

Der Magellan verzeichnete in den zwölf Monaten bis März einen Wertzuwachs von 3,1 Prozent, verglichen mit einem Plus von 6,7 Prozent für den S&P 500. Das Anlagekapital schrumpfte im selben Zeitraum um zehn Milliarden Dollar, was den Rückgang der Gebühreneinnahmen teilweise erklärt.

Diese Gebühren sind ein Indikator für den Gewinn der Fondsgesellschaft aus Boston. Im vergangenen Jahr kam Fidelity auf 1,1 Milliarden Dollar, ein Anstieg um 23 Prozent gegenüber 2003. Der Magellan ist seit 1997 für neue Investoren geschlossen. Stansky ist seit 1996 für das Portfolio zuständig.

Am 31. März steckten 99,6 Prozent des Anlagekapitals in Aktien, verglichen mit einer Quote von 98,7 Prozent ein halbes Jahr vorher. Die größten Positionen waren General Electric, Microsoft, Exxon Mobil und AIG. Auf Finanzwerte entfielen 20,3 Prozent der Aktien.

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