Managed-Futures Hedge Fonds setzen auf Termin-Strategie

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Ungeachtet dessen gehören Managed Futures als Beimischung in jedes traditionelle Portfolio“, raten Christian Baha, Gründer der Firma Superfund, als auch Stefan Zopp von Man Investment. „In Zeiten hoher Volatilität an den Aktien- und Anleihemärkten bieten solche Strategien einen guten Schutz, da sie nahezu unkorreliert zu diesen Anlageklassen sind“, sagt Zopp.

Anbieter wie zum Beispiel John W. Henry, Paul Tudor Jones, Superfund und nicht zuletzt der börsennotierten Marktführer Man Group über seine Tochter AHL betreiben die Strategie Managed Futures seit Jahrzehnten mit beachtlichem Erfolg.

Die Performance der Trendfolge-Modellen von AHL und Superfund bestätigen dies eindrücklich. Während der Russland-Krise im Jahr 1998 büßten die Weltaktienindizes zum Beispiel rund 15 Prozent ein, während die Anbieter von Managed Futures überdurchschnittlich gute Ergebnisse zwischen 20 und 25 Prozent erzielten. Von 2000 bis 2003 sackte der MSCI-World-Index fast 48 Prozent ab, während der Wert der AHL-Anteile mehr als 70 Prozent zulegte. Und auch in der aktuellen Subprime-Krise erzielte AHL von Juli 2007 bis Anfang des laufenden Monats ein Plus von 19 Prozent, während der MSCI World rund 15 Prozent verlor. Das Superfund-A-Zertifikat hat seit Jahresanfang rund 33 Prozent gewonnen.

Peter Clarke, Vorstandschef der Man Group, bezeichnet Managed Futures als eine interessante Strategie auch für das zweite Halbjahr 2008. Die Anleger scheinen diese Botschaft zu hören; denn die Man Group verzeichnet weiterhin große Nachfrage nach den eigenen Hedge-Fonds-Produkten. Im zweiten Quartal 2008 habe sich der Mittelzufluss bei der Man Group auf rund fünf Mrd. Dollar belaufen, so dass das verwaltete Vermögen der weltgrößten Hedge-Fonds-Gesellschaft Ende Juni 79,5 Mrd. Dollar erreichte, berichtete kürzlich Man-Chairman Jon Aisbitte.

Auch bei Apano, einem deutschen Anbieter des auf der Man-Strategie basierenden „Global Futures Fund“, wird von anhaltendem Anleger-Interesse gesprochen. Apano-Geschäftsführer Markus Sievers hat kürzlich ein Garantiezertifikat auf diesen Fonds emittiert. Diesen Weg geht auch die in Hamburg ansässige Alternativ-Investment-Gruppe Aquila Capital, die ihre Managed-Futures-Strategie in ein Zertifikat verpackt hat, das Privatanlegern zur Zeichnung angeboten wird.

Das Auf und Ab der Märkte nutzen


Definition
Bei der Strategie Managed Futures setzen als CTA (Commodity Trading Advisors) bezeichnete Hedge-Fonds-Manager auf lang anhaltende Trends an den Finanz- und Rohstoffmärkten.

Investmentvehikel
Dabei werden vor allem Futures und Optionen auf Basiswerte wie Aktien, Aktienindizes, Anleihen, Devisen und Rohstoffe gehandelt.



Den Trend spielen
Umgesetzt wird die Strategie durch computergestützte, systematische Handelsprogramme, die auf die Ausnutzung von historischen Kurs-, Statistik- und Zeitmustern an den Terminmärkten ausgerichtet sind. Diese Programme werden als Trendfolgemodelle bezeichnet.

Besonderheit
Nach dem bewährten Motto „The trend is your friend“ suchen die CTA dabei nach nachhaltigen Aufwärts- als auch Abwärtstrends, Die Nutzung von Futureskontrakten für die Umsetzung dieser Strategie bietet dabei eine hohe Hebelwirkung.

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