Managed-Futures
Hedge Fonds setzen auf Termin-Strategie

Viele Hedge-Fonds-Manager haben sich auf die Anlage an den Terminmärkten spezialisiert. Dabei konnten sie die zuletzt stark ausgeprägten Auf- und Abwärtstrends an den Börsen Gewinn bringend nutzen. Bewährt hat sich hierbei besonders die Strategie Managed-Futures.

FRANKFURT. Auf der einen Seite haben die Hedge-Fonds-Manager von der Abwärtsbewegung der Aktien- und Anleihekurse sowie des US-Dollars profitiert. Andererseits konnten die Experten mit ihrer Managed Futures genannte Strategie (Commodity Trading Advisor (CTA)) Geld an den Märkten für energetische und agrarische Rohstoffe verdienen, die zuletzt stark haussierten.

„In einem schwierigen Umfeld haben sich vor allem die Strategien Managed Futures und Global Macro überdurchschnittlich positiv entwickelt“, beobachtet der US-Hedge-Fonds-Manager Roy G. Niederhoffer. Der vom Fachdienst Barclay Hedge errechnete CTA-Index weist für das erste Halbjahr 2008 ein Plus von rund 8,8 Prozent auf. „In diesem Zeitraum haben die CTA meist ihre Long-Positionen am Energiemarkt beibehalten und so überdurchschnittlich profitiert“, sagt Sol Waksman, Präsident von Barclay Hedge. Der von ihm entwickelte Hedge-Fonds-Subindex hat sich wesentlich besser entwickelt als die Hedge-Fonds-Gesamtindizes von CS Tremont, Hedge Fund Research (HFRX) und Dow Jones, die im ersten Halbjahr rund 0,7 Prozent verloren haben.

In diesen Zahlen zeigt sich erneut, dass sich die Strategie Managed-Futures gerade dann bewährt, wenn – wie zuletzt – die traditionellen Anlageklassen Aktien und Anleihen stark an Wert verlieren.

Bei ihren Managed-Futures-Strategien setzen CTA auf ausgeprägte Trends an den Futuresmärkten, die wichtigsten Terminbörsen dafür sind Chicago Mercantile Exchange, New York Mercantile, Eurex und EuronextLiffe. Das Motto der Strategen lautet dabei: „The trend is your friend“. Für die Umsetzung der Strategie spielt es dabei keine Rolle, ob es sich um Aufwärts- oder Abwärtstrends handelt. Wichtig ist für das Funktionieren nur, dass ein solch stark ausgeprägter Trend existiert.

Meist basieren die Strategiemodelle auf rein technischen Faktoren wie etwa historischen Kursverläufen, gleitenden Durchschnitten, Widerstands- und Unterstützungslinien. Werden bestimmte Kursmarken erreicht, über- oder unterschritten und damit ein Trend gebrochen, trifft das computergesteuerte Modell eine Anlageentscheidung. Auf diese Weise sollen menschliche Schwächen in der Umsetzung der Anlagepolitik vermieden werden.

Allerdings weisen Managed-Futures-Strategien in den vergangenen Jahren sehr starke Schwankungen in der Wertentwicklung auf. Positive Ergebnisse in der Vergangenheit bieten unter diesem Gesichtspunkt keine Garantie für ähnlich gute Gewinne in der Zukunft. Die Performance der CTA-Strategie lässt den Zahlen von Barclay Hedge zufolge immer dann zu wünschen übrig, wenn es an den internationalen Aktien- und Anleihemärkten stark bergauf geht wie zum Beispiel in den Jahren 1991/92 und 2004 bis 2006. In solchen Phasen tun sich CTA mit ihren Trendfolge-Modellen oftmals etwas schwer, weil sie einen großen Teil des Geldes traditionell außerhalb der Aktienbörsen anlegen.

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