Manager mit großen Freiheiten halten sich bei Anleiheprodukten zurück
Dachfonds ziehen Aktien und Cash vor

Erfolg hat viel mit hohen Quoten an Aktien und Bargeld zu tun. Das scheint jedenfalls die aktuelle Hitliste der sehr beweglich operierenden Dachfonds nahe zu legen. Mit respektablen Anteilen an Aktien- und Geldmarktfonds liegen Eckhard Jess und Rüdiger Geisler weit vorne im Konkurrenzvergleich.

HB FRANKFURT/M. Die Lenker des Beta Select von der DJE Investment und des Inovesta Opportunity OP von der Oppenheim KAG erzielen Zwölfmonats-Wertgewinne von 24,93 bzw. 25,68 Prozent. Damit erreichen sie die Plätze sieben und vier.

Nicht sehr begeistert von den beiden Dachfonds zeigt sich Thomas Portig, Leiter der Fondsanalyse bei der H.C.M. Capital Management. Dabei moniert er etwa „die starke Häufung von Basisprodukten“ wie Templeton Growth, Pioneer US Value und DWS Vermögensbildungsfonds I im Inovesta. „Werden einige dieser Einzelfonds mit dem Dachfonds verglichen, was im übrigen auch für den Beta Select gilt, so ist der Mehrwert gegenüber den reinrassigen Aktienfonds nicht erkennbar“, urteilt Portig.

Beta-Select-Berater Jess sieht momentan keine großen Bewegungen an den Rentenmärkten. Sein Portfolio ist zu 70 Prozent mit Aktienfonds bestückt. Dazu kommen fünf Prozent Wandelanleihefonds. Auf der Rentenseite meldet Jess „Fehlanzeige“, dafür aber ist die Liquiditätsquote mit 25 Prozent vergleichsweise hoch. Zu den Basisinvestments zählen die Aktienfonds M&G Global Basics und Templeton Growth auf Grund der „globalen Ausrichtung und des Value-Ansatzes“. Recht stark vertreten ist auch der MLIIF World Mining, „weil Rohstoffe teilweise nach der jüngsten Korrektur wieder interessant sind“, so Jess. Alles in allem konzentriert er sich auf substanz-orientierte Fonds.

Auch Geisler macht um Rentenfonds gegenwärtig einen Bogen. Das Dachfonds-Portfolio ist mit 84 Prozent Aktienfonds und 16 Prozent Tagesgeld deutlich sportlicher als der Konkurrent, allerdings weniger aggressiv als noch vor Monaten. Denn „den Anteil von Aktienfonds lag im Februar noch bei nahezu 100 Prozent“, sagt Geisler. Grund: Die kurzfristige Einschätzung des Aktienmarkts falle nicht allzu positiv aus. Derzeit favorisiere man zwei Substanzwerte-Fonds des privaten Vermögensverwalters Hendrik Leber und den Griffin Eastern European. „Auch weiterhin sind wir von den Wachstumschancen in Osteuropa überzeugt“, meint Geisler.

Die zu „erwartenden guten Unternehmensdaten aus den USA nach der Sommerpause“ lassen Geisler auf einen „positiven Jahresschluss hoffen. Sowohl er als auch Jess sehen aber wieder steigende Ölpreise als ein Risiko.

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