Manager reduzieren Aktienquoten
Mischfonds mit deutschen Aktien holen auf

Uwe Bergold und Christian Wolf von den Vereinigten Sparkassen Neustadt versprühen Optimismus, wenn es um die künftige Wertentwicklung des von ihnen beratenen Fonds Noah-Mix OP geht.

HAMBURG. Die Vorteile des auf Rohstoffwerte spezialisierten Mischfonds gegenüber einem reinen Rohstofffonds kämen bald zum Tragen, sind sie überzeugt. Das Duo rechnet mit stärkeren Kursschwankungen an den Rohstoffmärkten. „Genau in solchen Phasen können wir unsere Stärken ausspielen, indem wir die Aktienquote bis auf Null senken“, erklärt Wolf.

In den vergangenen Monaten haben die Fondsberater den Aktienanteil bereits auf aktuell 61 Prozent verringert. Die Barreserve stieg auf 31 Prozent, Anleihen machen unverändert acht Prozent des Portfolios aus. „Der zunehmenden Nervosität an den Märkten begegnen wir zudem mit einer breiteren Streuung und einem Wechsel zwischen den verschiedenen Rohstoffsektoren“, sagt Wolf. So will das Duo größere Engagements im Agrarsektor eingehen. Trotz des kurzfristig schwierigeren Umfelds ist Wolf davon überzeugt, „dass Rohstoffe die erfolgreichste Anlageklasse dieser Dekade sein werden.“

Da der bei Oppenheim Pramerica aufgelegte Noah-Mix OP aktuell vor allem in Gold- und Silberminenaktien investiert ist, haben die fallenden Goldminen-Kurse den Anteilspreis im Februar nach unten gezogen. Über ein Jahr führt er mit einem Wertzuwachs von 37,69 Prozent dagegen nach wie vor die Riege der offensiv ausgerichteten Mischfonds an (siehe Tabelle).

Deutlich an Boden gewonnen hat im Februar der Plutos International, der um 7,11 Prozent zulegte. Über ein Jahr liegt der bei der Cominvest aufgelegte und von Thomas Käsdorf, Harald Schmidt und Michael Knupfer betreute Fonds mit einem Plus von 31,24 Prozent auf Platz vier. Für die gute Performance sorgte vor allem die blendende Stimmung am deutschen Aktienmarkt. „Im Februar sind die Titel in unserem Portfolio auf breiter Front gut gelaufen“, sagt Schmidt.

Anders als Bergold und Wolf, die maximal 70 Prozent der Fondsmittel in Aktien investieren dürfen, haben die Plutos-Manager keine Begrenzung. Dividendenpapiere machen derzeit 90 Prozent ihres Portfolios aus, fast alle kommen aus Deutschland. „Der Begriff International im Fondsnamen meint nicht unbedingt, dass wir weltweit investieren. Wir setzen lieber auf Unternehmen, die international tätig sind“, erklärt Schmidt.

Auch die Plutos-Manager haben ihre Aktienquote in den vergangenen Monaten um knapp zehn Prozentpunkte gesenkt, sehen aber trotzdem weitere Chancen. „Die Volatilität am deutschen Aktienmarkt nimmt langsam zu. Dennoch gibt es selektiv immer noch sehr attraktive Unternehmen, die nicht zu teuer sind“, sagt Schmidt.

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