Manager schließt Absolute-Return-Fonds
Für Griffin wird der Erfolg zur Last

Wenn der knapp 200 Mill. Euro große Fonds Griffin European Opportunities in einer Woche geschlossen wird, können die Anleger zwar nach wie vor täglich Fondsanteile verkaufen, aber keine neuen mehr erwerben.

rez FRANKFURT/M. Fondsmanager Harald Wengust hat die Notbremse gezogen, weil er den Fonds vor einer Verwässerung seiner Strategien aufgrund des hohen Mittelaufkommens schützen will.

Der knapp zwei Jahre alte Griffin-Fonds, der Strategien mit Aktien und Derivaten fährt, fällt durch einen zweistelligen Wertzuwachs in den letzten zwölf Monaten auf. Das ist vergleichsweise viel im Vergleich zu anderen AbsoluteReturn-Fonds, die im gleichen Zeitraum zumeist nur kleine einstellige Erträge schafften.

„Der Fonds beeindruckt damit, gleich mit vier Strategien Zusatzperformance erzielen zu wollen“, sagt Tilo Marotz vom Researchhaus Fonds Consult. Für rund die Hälfte des Fondsvermögens suchen Wengust und sein Team mittels Fundamentalanalyse mittelgroße europäische Aktien. Ein Drittel des Fondsvermögens wird in schnelle Käufe und Verkäufe von Blue Chips, die nach technischen Gesichtspunkten ausgesucht werden, investiert. Im Derivatebereich handelt Wengust vor allem Verkaufsoptionen und den Bargeldanteil hält er im Durchschnitt bei 50 Prozent. In Zeiten schwacher Märkte puffere das Risiken ab, erklärt er.

Wengust zielt darauf ab, quartalsweise nicht ins Minus zu rutschen und in einem Jahr eine Wertsteigerung von 7 bis 15 Prozent zu erzielen. Einen Verlust schließt er nicht aus, sondern will ihn auf 4 Prozent begrenzen. Bislang hat der Österreicher sein Performance-Ziel erreicht: 2003 erzielte der Fonds ein Plus von knapp 15 Prozent, in den vergangenen zwölf Monaten sogar gut 16 Prozent. Allerdings habe er von den vergangenen 22 Monaten sieben Monate minus gemacht und sei dabei einmal kurz an die 4-Prozent-Grenze gestoßen, führt Michael Sandlers von Feri Trust an.

Noch ist der Fonds für ein Rating zu jung. Dafür benötigen die Fondsresearchhäuser Daten von mindestens drei Jahren. Für einen ersten Eindruck reicht die bisherige Entwicklung jedoch allemal. Wenn Wengust diese Performance bei der für einen aktienorientierten Fonds relativ niedrigen Volatilität von gut sieben Prozent – gegenüber 16 Prozent bei europäischen Aktien – halte, bekomme der Fonds im eigenen Haus eine überdurchschnittliche Bewertung, schätzt Natalia Siklic von Morningstar.

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