Managerin setzt auf Allianz, Thyssen und Siemens
Traditionsfonds Fondak hängt die Konkurrenz ab

Der Markenname Adig verschwindet spätestens Anfang 2007 aus der deutschen Fondslandschaft, doch an der Kernbezeichnung ihres Erfolgsprodukts Adig Fondak will die Commerzbank-Tochter Cominvest auch künftig festhalten.

HAMBURG. Eine endgültige Entscheidung, ob der bereits 1957 aufgelegte Klassiker künftig "Cominvest Fondak" oder einfach nur "Fondak" heißt, steht allerdings noch aus. Unabhängig von der Namensdiskussion präsentierte sich der von Heidrun Heutzenröder betreute Fonds auch in den vergangenen zwölf Monaten in Topform: Mit einem Zuwachs von 29,95 Prozent erzielte er erneut das beste Ergebnis unter den zehn größten Fonds für deutsche Aktien, im Gesamtvergleich aller 84 Fonds dieser Kategorie belegt er immerhin Rang 15.



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Grafik: Die korrigierte Fondstabelle





Deutlich schlechter fällt allerdings die Monatsbilanz für den Mai aus: Mit 8,13 Prozent waren die Verluste im Vergleich zum Sektordurchschnitt von 6,8 Prozent sehr hoch. "Aktien aus der zweiten Reihe sind stärker unter Druck geraten als die großen Standardwerte", erläutert Heutzenröder, die den Anteil der Nebenwerte seit Mitte vergangenen Jahres von über 60 auf 36 Prozent reduziert hat. "Viele Dax-Werte sind inzwischen wesentlich günstiger als zahlreiche Nebenwerte", begründet die Cominvest-Managerin. Sie setzt dabei auf Titel wie Allianz, Thyssen und Siemens.

Für die kommenden Monate rechnet Heutzenröder angesichts der Zins- und Inflationssorgen vieler Anleger vorerst noch mit stärkeren Schwankungen. "Zum Jahresende hin werden aber die positiven Fundamentaldaten der Unternehmen wieder in den Vordergrund rücken und zu steigenden Kursen führen", sagt sie und sieht besonders für die Investitionsgüterindustrie und den Einzelhandel Potenzial.

Auch Henning Gebhardt beurteilt die Aussichten für den deutschen Aktienmarkt positiv. "Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von elf bis zwölf haben Dax-Titel genügend Spielraum für weitere Kurszuwächse", so der Manager des DWS Investa. Auch sein Fonds geriet im Mai stark unter Druck und verbuchte ein Minus von 7,98 Prozent. "Einige der Titel im Fonds, die sich bis dahin besonders gut entwickelt haben, verloren im Mai besonders stark, darunter Conti und Commerzbank", so der DWS-Manager.

Als nachteilig erwies sich darüber hinaus, dass er den Anteil der Nebenwerte hochgefahren hat. Aktuell ist Gebhardt dort mit 14 Prozent des Portfolios investiert, woran er vorerst auch nichts ändern will. "Diese Aktien werden auf Grund der sehr guten Entwicklung mittlerweile mit einem Aufschlag gehandelt." Ausgewählte Titel wie Kali + Salz oder MTU haben für ihn aber dennoch überdurchschnittliches Potenzial.

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