Manche Fonds kaufen sich besonders billig an den Emerging Markets ein – und sind damit erfolgreich
Schwellenbörsen gibt es auch mit Rabatt

Die Börsen der Entwicklungsländer bieten attraktivere Anlagechancen als die Märkte der Industrieländer. Darin sind sich viele Experten einig. Sie setzen auf die geringeren Bewertungen und überdurchschnittliches wirtschaftliches Wachstumspotenzial.

FRANKFURT/M. Außerdem profitieren die Emerging Markets ihrer Meinung nach von einer weltweiten Konjunkturerholung stärker als andere Länder. Und diese Erholung gewinnt nach den aktuellen Wirtschaftsdaten immer mehr an Wahrscheinlichkeit. In diesem Jahr hängte der Index der Schwellenbörsen den der Industrieländer bereits ab.

Einige Fondsmanager aus dieser Gruppe der Optimisten arbeiten mit „Turbo“. Sie gehen keine Direktengagements ein, sondern kaufen ihrerseits spezielle Fonds, die den Zugang zu Emerging Markets mit Rabatt ermöglichen. Eine durchaus erfolgreiche Variante, wie die Performancedaten belegen.

Das spannende Geschäft betreiben nur wenige Spezialisten, insbesondere die kleine Investmentgruppe PEH in Frankfurt, Sarasin Investment Management in London und eine zur Finter Bank in Zürich gehörende Anlagegesellschaft. Alle drei Häuser bieten traditionelle und in Deutschland zugelassene Investmentfonds an, die ihrerseits in spezielle Fonds investieren. Diese Zielobjekte sind geschlossene börsengehandelte Investmentfonds. Sie werden in New York (closed end funds) und London (unit trusts) wie Aktien notiert. Je nach Angebot und Nachfrage an der Börse weisen diese „Fonds-Aktien“ einen Abschlag (Discount) oder Aufschlag (Prämie) auf den tatsächlichen Wert ihres Portfolios auf.

Jürgen Strobach, Fondsmanager des PEH Q-Emerging Markets, gibt ein Beispiel: „Vor einemJahr konnte man in New York den chinesischen Aktienfonds China Fund mit einem Abschlag von 15 Prozent auf den tatsächlichen Wert kaufen, heute muss man eine Prämie von 35 Prozent bezahlen.“ Dieser Swing brachte Strobach zusätzliche Performancepunkte im Q-Emerging Markets, der im Konkurrenzvergleich aller Schwellenbörsenfonds zu den ertragreichsten Produkten zählt. Genau das ist der Turbo: Beim Abbau eines Discounts steigt der Kurs der Fonds-Aktie stärker als der Wert des zu Grunde liegenden Portfolios.

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