Marktneutrale Renditen
Hedge-Fonds stehen vor Bewährungsprobe

In den letzten Jahren konnten Dach-Hedge-Fonds auf Grund steigender Märkte ihre Diversifikationseigenschaften im Vergleich zu Aktien kaum unter Beweis stellen. Doch mit der richtigen Strategie bieten die Produkte die Chance, marktneutrale Renditen zu erzielen - und so das Risiko im Depot zu senken.

BOTTIGHOFEN. Die wesentlichen Performance-Treiber waren direktionale Strategien, die Bewegungen an den Finanzmärkten zur Wertentwicklung nutzten. Insgesamt folgten diese Strategien - auch bei kurzfristigen Korrekturen - den Mustern an den Aktienmärkten.

Dies wird sich in den kommenden Monaten ändern, da der Schwerpunkt bei Dach-Hedge-Fonds auf marktneutralen Strategien liegen wird. Im Jahresverlauf wird sich zeigen, ob sich Hedge-Fonds-Portfolios während eines Abwärtstrends an den Aktienmärkten als Instrument zur Portfoliodiversifikation eignen.

Der Jahresauftakt an den Finanzmärkten war von schmerzhaften Kursverlusten an den Aktienmärkten geprägt. Die amerikanische Notenbank reagierte darauf am 22. Januar mit einer Zinssenkung um 0,75 Prozentpunkte. Bei starker Volatilität ist die Entwicklung des europäischen Aktienmarktes weiterhin mit etwa 15 Prozent im Minus. In diesem Umfeld liegt der Fokus auf der US-Konjunktur, die das Geschehen an den internationalen Märkten maßgeblich beeinflussen wird. Nach wie vor ist das wahre Ausmaß der Konsequenzen der Subprime-Krise schwer einzuschätzen. Die tief greifende Verunsicherung der Marktteilnehmer bleibt bestehen und die herrschende Grundstimmung ist weiterhin pessimistisch. Auf der anderen Seite ist die Bewertung der Aktien derzeit günstig; vor allem, wenn der Konjunktureinbruch in den USA kurz und flach verläuft und damit die Ansteckungsgefahr, insbesondere für die aufstrebenden Länder, gering bleibt.

Derzeit halten sich die meisten Experten bei der Einschätzung der US-Konjunktur bedeckt. Sie bezeichnen die Aktienmarktbewertungen als wenig günstig. Trotzdem gibt es auch Lichtblicke: Weiterhin hohe Exporte, eine expansive Fiskalpolitik und eine Stabilisierung am Arbeitsmarkt könnten die aus dem schwachen US-Häusermarkt resultierenden negativen Effekte zum Teil kompensieren. Die Rohstoffpreise werden sich laut Experten vom heutigen Niveau aus stabilisieren. Tendenziell sinkende Inflationsraten werden den Notenbanken eine expansive Geldpolitik ermöglichen. Wichtig ist, dass die derzeitige Abschwächung in den USA im Wesentlichen auf deren schwachen Wohnungsmarkt zurückgeführt werden kann. Gleichzeitig ist das Konsumverhalten in der US-Wirtschaft relativ stabil geblieben. Die Federal Reserve wird deshalb beherzte Zinssenkungen durchführen und eine ausreichende Versorgung des Finanzsystems mit Liquidität sicherstellen. Auf die Zinssenkung der Notenbank am 22. Januar reagierten die globalen Aktienmärkte spürbar. So wird eine leichte Erholung der US-Wirtschaft im Jahresverlauf und insgesamt bis Jahresende ein Wirtschaftswachstum in den USA von gut einem Prozent erwartet.

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