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Marktstatistik: Zertifikate boomen im ersten Halbjahr 2005

Der Markt für Zertifikate und Optionsscheine in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2005 um ein Viertel gewachsen. Das hat die European Business School (ebs) im Auftrag des Derivate Forums ermittelt, dem die Deutsche Bank, die DZ Bank, die HypoVereinsbank, Sal. Oppenheim und die WestLB angehören

Der Markt für Zertifikate und Optionsscheine in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2005 um ein Viertel gewachsen. Das hat die European Business School (ebs) im Auftrag des Derivate Forums ermittelt, dem die Deutsche Bank, die DZ Bank, die HypoVereinsbank, Sal. Oppenheim und die WestLB angehören. Allein bei den fünf Mitgliedsbanken wuchs das angelegte Kapital von Anfang Januar bis Ende Juni um sieben auf 34,7 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vormonat hat sich im Juni das Anlagevolumen um 1,15 Milliarden Euro erhöht, was einem Wachstum von 3,4 Prozent entspricht.

Von den gut sieben Milliarden Euro, die die Mitglieder des Derivate Forums im ersten Halbjahr neu eingesammelt haben, entfielen am Ende des ersten Halbjahres sechs Milliarden Euro auf aktienbasierte Zertifikate und 1,3 Milliarden Euro auf Rentenprodukte. Die größten Zuwächse konnten die Banken bei Bonus- und Teilschutz-Zertifikaten (+ 25,8 Prozent) sowie Garantiezertifikaten (+ 12,6 Prozent) verbuchen. Anleger investierten außerdem verstärkt in Basket-, Themen- und Strategie-Zertifkate (+ 10,5 Prozent).

Insgesamt ist ein Trend zu längerfristigen und weniger spekulativen Investments zu erkennen: Im ersten Halbjahr 2005 investierten Anleger weniger in Zertifikate auf Hedge-Fonds (-19,5 %). Auch Hebelprodukte (-7,8 %) wurden seltener gekauft.

Weil der Markt schneller gewachsen ist, als die Analysten erwartet haben, erhöht das Derivate Forum die Wachstumsprognose für das Gesamtjahr von bisher 20 bis 30 Prozent auf jetzt 30 bis 40 Prozent. Da die im Derivate Forum organisierten Banken einen Marktanteil von rund 50 Prozent auf sich vereinen, lassen die Zahlen auf ein Gesamtmarktvolumen von 60 bis 65 Milliarden Euro zur Jahresmitte und 65 bis 75 Milliarden Euro für Ende 2005 schließen.

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