Marktstudie
Geldmarktfonds sind gefragt

Der europäische Markt für institutionelle Geldmarktfonds mit bestem Rating „AAA“ wird von derzeit 366 Mrd. Dollar in fünf Jahren auf ein Volumen von 1,2 Bill. Dollar wachsen. Das erwartet die Anlagegesellschaft JP Morgan Asset Management und fühlt sich dabei durch die Ergebnisse ihrer jüngsten Marktstudie bestätigt.

ina FRANKFURT. In der jüngsten Marktstudie der Anlagegesellschaft JP Morgan Asset Management, dem „Global Cash Survey 2006“, wurden 206 vor allem britische und kontinentaleuropäische Unternehmen befragt.

Sven Lorenz, Leiter des Bereiches institutionelle Geldmarktfonds bei JP Morgan Asset Management in Frankfurt, sieht den europäischen Markt auf dem Weg zu amerikanischen Verhältnissen. „Die Unternehmen investieren ihre liquiden Mittel zunehmend in Geldmarktfonds“, sagt er. Laut Schätzung von Lorenz haben europäische und deutsche Unternehmen im Schnitt bisher nur knapp ein Drittel ihrer liquiden Mittel in Geldmarktfonds investiert, den Rest vor allem in Tagesgeldern und sonstigen Geldmarktanlagen. In den USA taxiert er diese Quote auf 80 Prozent.

Auf globaler Ebene sind die größten Mitspieler auf diesem Feld neben der genannten Adresse Barclays Global Investors, Goldman Sachs, HSBC und Fidelity. In Kontinentaleuropa ist nach Beobachtung von Feri Fund Market Information insbesondere Frankreich ein großer Markt. Hier spielen die großen französischen Asset-Management-Häuser eine entscheidende Rolle. In Deutschland zählt die DWS zu den wichtigsten Adressen.

Aus europäischer Sicht hat sich der Markt in den vergangenen fünf Jahren bereits verdreifacht. Das Wachstum wird laut Lorenz anhalten, weil die Unternehmen ihr Cash-Management zunehmend effizienter gestalten. Bei deutschen Firmen beispielsweise beobachtet er eine sinkende Zahl von Bankverbindungen. Die Unternehmen würden dabei auch ihre Liquiditätspolitik überdenken.

Ein Fonds biete Sicherheit durch Ratings von Agenturen wie Moody’s, S&P und Fitch, schnelle Dispositionsmöglichkeiten und marktfähige Renditen, sagt Lorenz. Dazu kämen die Senkung des Ausfallrisikos durch die Streuung der Anlagen über eine Vielzahl von Emittenten und komfortable Auftragserteilung etwa über Online-Banking.

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