Mellon setzt auf Aktien aus Schwellenländern– Fortis bevorzugt europäische Pharmawerte – Rentenanteile könnten steigen
Lenker offensiver Mischfonds werden vorsichtiger

Die Manager offensiver Mischfonds sind wegen des hohen Ölpreises, Zweifeln an der Nachhaltigkeit des Aufschwungs und aus Furcht vor Terroranschlägen vorsichtiger geworden. Deswegen haben sie ihre Unternehmensbeteiligungen defensiver ausgerichtet, halten aber trotzdem an hohen Aktienquoten fest.

HB/Dow Jones FRANKFURT/M. „Vor allem die amerikanischen Unternehmen haben den Höhepunkt beim Gewinnwachstum erreicht“, meint Frank Hamelijnck, Manager des Fortis L Fund - Strategy Growth World. Bis Ende Juni legte sein Fonds um 14,57 Prozent zu und liegt an neunter Stelle unter 65 ausgewerteten Fonds.

Gut zwei Prozentpunkte besser schnitt Suzanne Rogers mit dem Newton Balanced Fund des Investmenthauses Mellon Global ab. Auch sie agierte in jüngster Zeit vorsichtig. „Auf der Aktienseite sind wir etwas defensiver ausgerichtet als zuvor, weil wir an ein sich allmählich abschwächendes Wirtschaftswachstum im zweiten Halbjahr glauben", sagt sie. Gleichzeitig bereite sie sich darauf vor, den Rentenanteil des Portfolios zu erhöhen.

Dem Mellon-Fonds bescheinigt Achim Backhaus, Analyst bei Feri Trust, eine flexible Gewichtung zwischen Renten- und Risikopapieren, die Aktienquote betrage wie bei Strategy Growth World meist mehr als 80 Prozent. Gemessen an Volatilität und Wertentwicklung seien beide Fonds im Mittelfeld positioniert.

Zu den Favoriten von Fortis-Manager Hamelijnck gehören die Pharmawerte aus Europa. „Dieser Sektor ist deutlich unterbewertet und hat deshalb großes Potenzial“, sagt er. Ganz oben in seiner Gunst stehen Astrazeneca, Sanofi-Synthelabo und Roche. Amerikanischen Aktien steht er reserviert gegenüber, denn die Konjunkturdynamik in Amerika lasse offenbar nach.

Mellon-Strategin Rogers hält insbesondere Schwellenmärkte für aussichtsreich. Im Portfolio hat sie daher beispielsweise die Aktien des brasilianischen Minenbetreibers CVRE aufgestockt. Neu ins Depot kam die State Bank of India. „Der Reformprozess in Indien ist auf einem guten Weg. Mit der Bank-Aktie können wir recht preiswert vom künftigen Wachstum im Land profitieren“, erklärt die Fondsmanagerin.

Der Rentenanteil in beiden Fonds beträgt in der Regel nicht mehr als 20 Prozent. Hamelijnck bevorzugt Anleihen aus dem Euro-Raum gegenüber US-Bonds. Bei amerikanischen Papieren setzt er auf Restlaufzeiten zwischen zehn und 30 Jahren, in der Euro-Zone auf Zinspapiere mit einer Restlaufzeit von zwei bis zehn Jahren.

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