Merrill-Studie
Fondsmanager glauben weiter an Wachstum

Vermögensverwalter sehen in den gestiegenen Ölpreisen keine Gefahr für das weltweite Wirtschaftswachstum. Sie schätzen die Börsenperspektiven weiterhin mehrheitlich gut ein, wobei die Wall Street stärker ins Blickfeld rückt.

FRANKFURT. Das ergab die monatliche Umfrage von Merrill Lynch unter weltweit 295 Fondsmanagern mit 941 Mrd. Dollar Vermögen.

Eine große Mehrheit der Befragten erwartet nicht, dass die USA im nächsten Jahr in eine Rezession abrutschen werden. Erst bei einem durchschnittlichen Ölpreis von 69 Dollar je Barrel im kommenden Jahr rechnen die meisten Verwalter mit einer Belastung für Konjunktur und Unternehmensgewinne. Jeder Sechste sieht diese kritische Marke sogar erst bei 80 Dollar.

Höhere Ölpreise haben allerdings zu einem Umdenken bei der Einschätzung der Rohstoffpreise geführt. In den Vormonatsumfragen gab nur ein Prozent der Befragten an, dass sie höhere Preise für Rohstoffe erwarten. In der aktuellen Auswertung stieg diese Quote auf 16 Prozent. Allerdings führte diese veränderte Einschätzung nicht zu einer Zunahme der Inflationserwartungen - das Gegenteil ist der Fall: Rund 43 Prozent der Verwalter erwarten in zwölf Monaten eine höhere Basisrate der Geldentwertung, während es in den Vormonaten etwa die Hälfte war.

Bei den Anlageplänen der Fondsmanager deuten sich Umschichtungen an. Eine große Mehrheit bevorzugte im Jahresverlauf japanische Aktien und war kritisch für US-Titel. Jetzt will nur noch ein Prozent der Befragten seine Japan-Gewichtung weiter erhöhen. Jeder vierte Verwalter dagegen plant eine Aufstockung seiner US-Bestände.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%