Milliarden-Fonds
Bravo, Pimco!

Mit dem Bravo-I-Fonds hat Pimco bewiesen, dass sich mit faulen Krediten ordentlich Geld verdienen lässt. Jetzt soll es noch mehr werden. Für den Bravo-II-Fonds legt Pimco rund vier Milliarden Euro auf den Tisch.
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New YorkDie Anleihefonds-Gesellschaft Pimco will Europas Banken faule Kredite abkaufen. Der hierfür vorgesehene neue so genannte Bravo II Fund (Bank Recapitalization and Value Opportunities) soll am Ende des Geldeinsammelns im Februar über ein Volumen von mehr als vier Milliarden Dollar verfügen, wie es aus den informierten Kreisen weiter hieß. Beim Vorgänger-Fonds Bravo I liege das Volumen bei 2,35 Milliarden Dollar. Beide Fonds richten den Schwerpunkt auf Vermögenswerte, die mit Immobilien aus den Bereichen Wohnen und Gewerbe zu tun haben.

Pimco vollzieht seit mindestens fünf Jahren einen Wandel. Die einstige USA-orientierte Anleihefonds-Gesellschaft wird immer mehr zu einem diversifizierten Asset-Manager. Alternative Fonds, börsengehandelte Fonds und Aktien-Produkte wurden neu in das Angebot aufgenommen.

Der 250 Milliarden Dollar schwere Pimco Total Return Fund, der von Unternehmensmitbegründer und Co-Investmentchef Bill Gross geführt wird, verzeichnete seit Mai fünf Monate mit Abzügen von Kundengeldern in Folge. Dahinter stand die Erwartung vieler Investoren, die Fed werde ihre monatlichen Bond-Aufkäufe über 85 Milliarden Dollar zurückfahren.

Notenbank-Chef Ben Bernanke hatte im Juni erklärt, die Federal Reserve werde unter Umständen noch dieses Jahr damit beginnen, das Volumen ihrer Anleihekäufe zu reduzieren. Eine vollständige Beendigung des Fed-Kaufprogramms könne dann bis Mitte des Jahres 2014 erfolgen. Voraussetzung sei allerdings, dass sich die weltgrößte Volkswirtschaft in dem von der US- Notenbank erwarteten Ausmaße erhole.

Bravo II wird eine ähnliche Strategie verfolgen wie der Fonds Bravo I, der für neue Investoren geschlossen ist und der seit seiner Einführung vor etwa drei Jahren auf eine jährliche Rendite von durchschnittlich 34 Prozent kommt (Stand vom 31. Januar). Das zeigen Marketing-Dokumente.

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  • Allein schon für den direkten Ankauf von Hypothekenmüll wendet die FED monatlich 40 Mrd. USD auf...und dies bereits seit mehr als einem Jahr.

    Ein durchinszenierter Scheinmarkt, auf dem die FED zudem fragwürdige Finanzinstitute weiterhin mit Billigstkredit aufmunitioniert

    Die FED übernimmt dabei genau jene Risiken, unter denen die Agenturen Fannie Mae und Freddie Mac zusammengebrochen sind.

    Frech wird das Abladen von Bilanzmüll bei der FED von den begünstigten Marktversagern als eine "Rückkehr zur Profitabilität" umgelogen.

    Ziel der Kulissenbauer ist es, den notorisch betrügerischen US-Verbriefungsmarkt wieder anzuschieben.

    Hütchenspieler bauen wieder ihre Tische auf... und die beifallklatschende Berichterstattung versagt wie gewohnt.

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