Mischfonds
Fonds: Mit dem richtigen Mix durch die Krise

In der aktuellen Krise zweifeln Anleger an allem - vor allem an Produkten mit Kapitalmarktrisiko. Das bekommen auch die Fondsgesellschaften deutlich zu spüren. Doch es gibt Produkte, die sich in der Krise achtbar geschlagen haben. Mit Mischfonds schlagen Anleger gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe.

Das Anlagevermögen der Publikumsfonds ist in Deutschland bis Dezember 2008 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Fünftel auf unter 600 Milliarden Euro geschrumpft. Dies ist vor dem Hintergrund des noch immer nicht bekannten Ausmaßes der Finanzkrise verständlich. Doch wer an längerfristige Geldanlage oder den Aufbau eines Vermögens denkt, sollte Investmentfonds nicht außer Acht lassen. Denn ein Fonds bietet wie kaum eine andere Anlage eine Vermögensverwaltung in einem Produkt: Das Kapital des Anlegers investiert der Fondsmanager in ein Bündel von Wertpapieren, auch kleine Summen werden damit breit über verschiedenste Anlage gestreut. Dies bietet eine Streuung des Verlustrisikos, die zuletzt in der Wahrnehmung der Investoren in den Hintergrund gerückt ist.

Ein weiterer zentraler Punkt wurde in der Finanzkrise von der Branche nicht genügend kommuniziert. Das Kapital, das in Investmentfonds fließt, ist anders als bei Anleihen oder Zertifikaten als Sondervermögen geschützt vor einem Konkurs der Fondsgesellschaft. Der Wert vieler Fonds ist mit den Börsen teils beträchtlich gesunken. Doch das Geld kann nicht verloren gehen wie im Fall der Lehman-Pleite das Zertifikate-Kapital vieler Anleger.

In diesen extrem unsicheren Zeiten ist es sinnvoll, sich vielleicht wieder auf das einfache, grundlegende einer Geldanlage zu besinnen. Statt über differenzierte, schwer verständliche Strategien über verschiedene Spezialmärkte auf Renditeplus zu setzen, vertrauen Anleger Experten zufolge am ehesten auf ein klassisches, einfach nachvollziehbares Fondsprodukt - auf Mischfonds, also Fonds, die auf Aktien, Anleihen und Liquidität setzen. "Wir sehen deutliche Nachfrage bei den so genannten defensiven Mischfonds, die einen kleinen Teil in Aktien und den Großteil in Anleihen und am Geldmarkt investieren", sagt Harald Norbisrath, Leiter Vertrieb Private Kunden bei der Frankfurter Sparkasse. Das passe genau zur Aversion privater Anleger gegen weitere Verluste an den Aktienbörsen, meint er. "Risiko nach unten will keiner mehr haben."

Mit solchen Fonds schlagen Anleger gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Nicht nur, dass sie eine relativ wertstabile, verständliche Anlage ins Depot kaufen, sie entkommen außerdem einem der größten Probleme der Geldanlage: dem Finden des richtigen Kauf- oder Verkaufsmoments. "Wer längerfristig anlegen und die Entscheidung über den richtigen Einstiegszeitpunkt an einen Profi delegieren will, liegt hier nicht falsch", sagt Andre Härtel, Fondsanalyst bei Feri Euro Rating. "Eine gute Idee", findet auch Werner Hedrich, Leiter Fondsresearch bei Morningstar. "Der Anleger muss nur für sich herausfinden, wie viel Aktienrisiko er verträgt" und dann den passenden Mischfonds auswählen.

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