Mischfonds
Mischfonds für Asien und Deutschland liegen vorn

Nur wenige Mischfonds beschränken sich auf asiatische Werte - doch von denen haben einige eine hervorragende Perfomance aufzuweisen. Die Manager der erfolgreichen AIG Investments und Cominvest halten die Aktienquote aktuell trotz der Krisenstimmung hoch.

HAMBURG. Die Anzahl von Mischfonds, die sich auf Asien beschränken, lässt sich an einer Hand abzählen: Gerade einmal vier Produkte mit diesem Anlageschwerpunkt gibt es derzeit in Deutschland. Erfolgreichster Fonds dieses Quartetts war im vergangenen Jahr der Asia Balanced Fund von AIG Investments, der mit einem Wertzuwachs von 18,67 Prozent zugleich das beste Ergebnis unter den 61 von Feri Rating & Research gelisteten dynamischen Mischfonds erzielte. Das Fondsmanagement teilen sich Cheri Wong und Cathy Sin, die ihre Aufgaben strikt verteilt haben: Wong betreut den Aktienanteil, der aktuell bei rund 80 Prozent liegt, Sin ist für das Rentenportfolio von derzeit 13 Prozent verantwortlich.

Aus einer Hand wird dagegen das Portfolio des zweitplatzierten Cominvest Plusfonds gespeist. Sie gehört Christoph Berger, der daneben auch den Fondak Europa verantwortet und Co-Manager des Deutschland-Klassiker Fondak ist. Wie das AIG-Duo konzentriert sich auch Berger auf eine Anlageregion: Deutschland. Dort beschränkt er sich aber nicht nur auf Unternehmen, die im deutschen Leitindex Dax gelistet sind. "Derzeit halten wir 38 Prozent des Aktienportfolios in Titeln abseits dieses Index", erläutert Berger und nennt als Beispiele Porsche und den Online-Finanzierer Interhyp.

Insgesamt machen Aktien derzeit rund 80 Prozent des Portfolios aus, etwa drei Prozentpunkte weniger als per Jahresultimo 2007. "Die Schwankungsintensität ist derzeit sehr hoch", kommentiert Berger die Reduzierung. Um die Kursausschläge abzufedern, nutzt er derzeit für viele Aktienengagements konservative Optionsstrategien, um die Erträge zu verstetigen. "Aufgrund der hohen Volatilitäten sind diese Stillhaltergeschäfte in der derzeitigen Marktphase wesentlich lukrativer als im Durchschnitt des Vorjahres", so Berger. Während er auf der Aktienseite einen sehr aktiven Ansatz verfolgt, dient die Rentenseite eher dazu, einen Sicherheitspuffer für den Fonds zu schaffen als eine Extra-Rendite durch risikoreichere Papiere zu erwirtschaften.

Dabei setzt er neben Pfandbriefen in erster Linie auf Staatsanleihen aus dem Euro-Raum. Ein Aufstocken der Rentenquote von derzeit 16 Prozent hält Berger vorerst jedoch nicht für notwendig. Sorgen um die Folgen einer möglichen Rezession in den USA hält Berger für übertrieben: "Der Markt hat ein solches Szenario bereits eingepreist. Zudem gehen lediglich neun Prozent der deutschen Exporte in die USA", begründet er seine Zuversicht. Vorsichtiger gibt sich dagegen AIG-Managerin Wong für das Anlagesegment Asien: "Kurzfristig wird der Markt unter der US-Schwäche leiden", sagt sie.

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