Mischfonds sind mit unterschiedlichen Konzepten erfolgreich
Fondsmanager sehen Chancen im Rohstoffsektor

Die Rohstoffmärkte erleben derzeit eine Korrektur: Der Commodity-Index von Goldman etwa ist zwischenzeitlich von seinem Ein-Jahres-Hoch von 815 Zählern auf 584 Zähler gefallen. Das ist ein Minus von über 28 Prozent. Einige Experten sprechen bereits von einem möglichen Ende der Rohstoffhausse.

HAMBURG. Uwe Bergold von den Vereinigten Sparkassen Neustadt ist anderer Meinung. Er berät den bei Oppenheim Pramerica aufgelegten Mischfonds Noah-Mix OP und setzt vor allem auf Rohstoffaktien. Derzeit stecken rund 70 Prozent des Fondsvermögens in Basis- und Edelmetallen sowie in Agrarrohstoffen. Bislang ist Bergold mit der hohen Rohstoffgewichtung erfolgreich: Mit knapp 27 Prozentpunkten Vorsprung gegenüber dem Durchschnitt und immerhin 17 Prozentpunkten gegenüber dem Zweitplatzierten führt der Noah-Mix OP die Ein-Jahres-Statistik in der Kategorie der überwiegend auf Aktien setzenden Mischfonds an (siehe Tabelle).

"Rohstoffe befinden sich seit Mai in einer strategischen Korrekturphase, jedoch innerhalb einer festen Aufwärtsbewegung", sagt Bergold. Er glaubt, dass die aktuelle Korrekturphase Ende dieses Jahres vorbei sein wird. Die Vergangenheit zeige, dass eine Rohstoffhausse durchschnittlich 18 Jahre anhalte und in Zyklen voranschreite. Der aktuelle Aufschwung habe erst mit dem Millenniumswechsel begonnen, und das Potenzial sei noch hoch. Bergold: "Der Agrarsektor hat die Hausse bisher ganz verschlafen, und auch Silber hat noch viel Nachholbedarf." Zudem seien institutionelle Anleger aktuell nur mit zwei Prozent in Rohstoffen investiert. Die restlichen 30 Prozent des Fondsvermögens hat Bergold hauptsächlich in Tagesgeld angelegt, nur vier Prozent stecken in Anleihen.

Ganz anders sieht das Portfolio des Zweitplatzierten, dem H-Port Huber Dynamic-Fonds, aus. Bei dem von M.M. Warburg-Luxinvest aufgelegten Mischfonds stecken 45 Prozent in Aktien, 40 Prozent in Zertifikaten, 12,5 Prozent in Schwellenländertiteln und 2,5 Prozent in Anleihen. "Durch die breite Streuung auf verschiedene Anlagen mit niedriger Korrelation begrenzen wir das Anlagerisiko", sagt der für die Strategie verantwortliche Peter E. Huber. Rohstoffe, inklusive Öl und Gold, fallen mit 18 Prozent ins Gewicht. Grundsätzlich steht er dem Rohstoffsektor positiv gegenüber: Er glaubt an langfristig steigende Gold- und Ölpreise und sieht noch viel Potenzial bei Sojabohnen und Erdgas.

An seiner aktuellen Portfoliostruktur will er dennoch nichts ändern. Huber: "In den kommenden Monaten ist Kapitalerhalt für uns wichtiger als eine Optimierung der Performance, da sich die Bedingungen für Aktien und Renten verschlechtern."

Autorin: Daniela Hoepfner, Der Fonds

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