Mischfonds
Union dominiert bei konservativen Mischfonds

Doppelsieg für Union Investment: Gleich zwei Fonds der Gesellschaft liegen in der Jahresbilanz von 102 konservativ ausgerichteten Mischfonds auf den Plätzen eins und zwei, wie die Auswertung von Feri Rating & Research zeigt. Die Klassensieger peppen ihre Rendite mit Hilfe von Derivate-Strategien auf.

HAMBURG. Spitzenreiter ist der Invest Classic, der als einziger seiner Kategorie eine sechs vor dem Komma erwirtschaftete (Tabelle). "Die von uns mit rund 30 Prozent gewichteten offenen Immobilienfonds entwickelten sich sehr erfreulich, so legte beispielsweise der Uni Immo Deutschland um rund acht Prozent zu", sagt Christoph Niesel, der das Aktien- und Immobilienfondsportfolio des Invest Classic betreut. Auch der gezielte Einsatz von Derivaten habe sich ausgezahlt, beispielsweise sei ein Optionsgeschäft auf die niederländische ABN Amro-Bank besonders erfolgreich gewesen. "Generell setzen wir mit dieser Strategie jedoch eher auf Index-Futures", stellt Niesel klar.

Auch sein Kollege Jens Gottsmann nutzt mit dem zweitplatzierten Uni Balance Plus Derivate-Strategien. Anders als Niesel, der die Aktienquote zwischen 30 und 40 Prozent variieren kann, darf Gottsmann den Aktienanteil je nach Marktlage auch auf Null herunterfahren. Auch sonst weicht seine Strategie deutlich von der Niesels ab: "Wir investieren nicht in offene Immobilienfonds und setzen auf der Rentenseite vorwiegend auf Pfandbriefe und Staatsanleihen, während im Invest Classic vorwiegend Unternehmensanleihen gehalten werden", sagt Gottsmann.

Derzeit ist der Uni Balance Plus mit fünf Prozent Aktien im Portfolio insgesamt konservativer ausgerichtet als der Invest Classic, bei dem es 36 Prozent sind.

Nahezu ganz ohne Aktien kommt dagegen der HAIG MB Flex Plus aus. Dass dies kein Nachteil sein muss, zeigt der Blick auf die Tabelle: So belegt der Fonds mit einem Wertzuwachs von 4,54 Prozent Rang drei seiner Vergleichsgruppe. "Wir setzen weder auf Zins- noch auf Währungswetten", beschreibt Fondsberater Markus Stillger von der Limburger Vermögensverwaltung MB Fund Advisory seine Strategie. Er investiert mit dem Fonds nahezu ausschließlich in variabel verzinste Anleihen aus dem Euro-Raum. Den mit diesen Papieren verdienten Kupon nutzt Stillger, um mit Derivate-Strategien eine Extra-Rendite zu erwirtschaften. "Obwohl der Anteil der Derivate 2007 lediglich 0,5 Prozent des Portfolios ausmachte, geht ein Prozentpunkt des Wertzuwachses auf diese Strategien zurück", beschreibt Stillger die große Hebelwirkung. Für das laufende Jahr sieht er wie Union-Manager Niesel gute Chancen für Optionsverkäufe: "Diese lohnen sich vor allem dann, wenn die Marktschwankungen besonders stark sind, wie es vorerst zu erwarten ist."

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