Mit internationalen Anleihefonds können Anleger das Risiko breit streuen – Währungen sind der stärkste Hebel
Rentenfonds liegen im Renditerennen vorn

Langweiliges Image hin oder her: Internationale Anleihefonds bringen – dank der letzten Börsenbaisse – langfristig genau so viel Ertrag wie globale Aktienfonds. Wer in den vergangenen dreißig Jahren regelmäßig in diese Fonds eingezahlt hätte, hätte im Durchschnitt gut sieben Prozent Rendite im Jahr erzielt, wie der Fondsverband BVI vor kurzem ermittelte.

FRANKFURT/M. Das unterstreicht die Rolle von Rentenfonds als Renditebringer für ein langfristig ausgerichtetes Depot. Als Sicherheitspuffer dürften ohnehin die meisten Anleger Anleihen oder Rentenfonds im Depot haben.

Unter den Bondfonds bieten die weltweit anlegenden, internationalen Anleihefonds die breiteste Ausrichtung und damit die größtmögliche Streuung der Risiken über Bondtypen, Regionen und Währungen. Mit diesen Fondsklassikern lassen sich folglich die Chancen der verschiedenen Anleihen in ihrer Abhängigkeit von Zins- und Konjunkturzyklen am besten nutzen. Dies und die Möglichkeit, auf verschiedene Währungen zu setzen, macht das Angebot recht unübersichtlich.

Deshalb erleichtert ein Fonds dem Anleger zwar das Leben. Doch der Investor sollte genau prüfen, ob der ausgewählte globale Rentenfonds wirklich zu seinen Anlagezielen und seinem Risikoempfinden passt. Dazu hilft es, sich die Einflussfaktoren des Fonds zu vergegenwärtigen: Der wichtigste Hebel ist die Währung einer Anleihe. „Währungen beeinflussen die Performance internationaler Rentenfonds am stärksten“, sagt Wolfgang Kaiser, Analyst beim Fondsberater Fondsconsult. Je nach Ausrichtung eines Fonds werden Währungsrisiken teilweise oder auch großenteils mittels Derivaten abgesichert.

„Anleger müssen sich genau überlegen, ob sie zum Beispiel ein Dollar-Währungsrisikoim Depot haben wollen“, sagt auch Jens Wetter, Analyst beim Fondsresearchhaus Feri Trust. In den vergangenen Jahren des Auf und Ab des Dollar- Wechselkurses gegenüber dem Euro habe das manche Fondsrendite mitunter um zehn bis 15 Prozent beeinflusst. Solche Renditeausschläge nach oben oder unten könne man mit Titel-, Bonitäts- und Laufzeitenauswahl nicht erreichen, meint auch Kaiser.

Das Währungsargument müssen Anleger auch im Kopf behalten, wenn sie zur Orientierung auf die Fondsrankings schauen. Denn dort stehen währungsgesicherte neben den anderen Fonds. Um Wertentwicklungen eines globalen Rentenfonds aber einordnen zu können, ist es besonders wichtig, dessen Strategie zu kennen.

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