Mit Staatsanleihen heil durch die Krise
Flexible Mischfonds im Plus

Im Gegensatz zu reinen Aktienfonds erwirtschafteten die international und ausgewogen investierenden Mischfonds in den vergangenen zwölf Monaten eine positive Rendite. Bis zu knapp 16 Prozent Wertentwicklung waren laut Feri-Jahresabrechnung 2008 möglich.

FRANKFURT. Eine solche Rendite erreichte Alexander Seibold mit seinem DSC-Constant-Profit-Global-Fonds von Universal Investment. Der Vermögensverwalter setzt als einer der wenigen Mischfonds-Experten beim Aktienanteil ausschließlich auf Exchande Traded Funds (ETF): "Die Aktienpositionen im Portfolio sind aus Kostengründen durch ETFs abgedeckt", sagt Alexander Seibold. Auf der Aktienseite verfolgt er regionale Anlagestrategien, statt auf die Wertentwicklung von Einzelaktien spekuliert er auf aufstrebende Regionen. Und da kommen ihm die börsentäglich handelbaren ETFs auf internationale Aktienindizes gerade recht.

Allerdings ist der Fonds aktuell eher defensiv aufgestellt: "Wir halten die Hälfte des Fondsvolumens in Cash, wobei der Schwerpunkt auf Geldmarkt-Indexfonds sowie kurzlaufenden Bundesanleihen liegt." Aufgrund der schlechten Aussichten im Aktienmarkt setzt er in begrenztem Umfang auch auf Short-ETFs. Denn die sollten bei einer weiteren Abwärtsbewegung der Märkte gewinnen.

Auch die beiden Mischfonds von der Credit Suisse setzen verstärkt auf Staatsanleihen, jedoch auf solche die auf den Schweizer Franken lauten. Und damit gehen Investoren aus der Eurozone ein Wechselkursrisiko ein. Der Großteil der Wertentwicklung des CS-Sicav-One-Total-Return-Defender-Fonds und auch die Wertentwicklung der Challenger-Variante ist Expertenangaben zufolge auf den zum Euro vergleichsweise starken Schweizer Franken zurückzuführen. "Der Franken ist vor allem in Krisenzeiten eine Fluchtwährung", sagt der Fondsmanager Arpad Pongracz. Und aufgrund der niedrigeren Liquidität der Schweizer Währung lösen selbst kleinere Handelsvolumina größere Bewegungen im Währungsmarkt aus. Und der Experte rechnet auch künftig mit einer für Euro-Investoren ungünstigen Wechselkursentwicklung.

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