Mittelabflüsse der Dekabank sind kein Einzelfall – Anleger reagieren verunsichert
Bafin befasst sich mit Dekabank

Die Probleme der Dekabank im Geschäft mit offenen Immobilienfonds in Deutschland haben nun auch die Bundesregierung auf den Plan gerufen.

HB/ina/pk/rrl FRANKFURT/M. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums sagte der Tageszeitung „Die Welt“ (Freitagausgabe), die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sei als „zuständige nachgeordnete Behörde angehalten worden, sich mit allen Aspekten“ des Fonds zu befassen.

Unterdessen warnen Analysten warnen davor, auf Grund der negativen Schlagzeilen um offene Immobilienfonds übereilte Verkaufsentscheidungen zu treffen. Anleger sollten die Berichte aber zum Anlass nehmen, die Fonds, an denen sie Anteile halten, kritisch zu beleuchten. Wichtig sei dabei eine breite Risikostreuung, was am ehesten von solchen Fonds garantiert werde, die ihre Objekte im In- und Ausland erworben haben, sagt etwa Natalia Siklic von der Analysegesellschaft Morningstar.

Auf die Immobilienfonds war ein schlechtes Licht gefallen, als bekannt geworden war, dass Anleger massiv Geld aus einem Dekabank-Fonds abziehen, der sich auf Deutschland konzentriert. Dieser Fonds hat in den ersten acht Monaten dieses Jahres Mittelabflüsse von rund 1,2 Mrd. Euro verzeichnet, was das Institut enorm unter Druck bringt. Zudem soll im September ein dreistelliger Millionen- Beitrag abgeflossen sein. Die Immobilienfonds der Deutschen Bank, der Commerzbank und der Volks- und Raiffeisenbanken leiden unter ähnlichen Problemen. Liquiditätsprobleme können für einen Fonds erhebliche Nachteile bedeuten. Da sich Immobilien nicht kurzfristig veräußern lassen, nehmen die Fonds dann notgedrungen Kredite auf. Die Zinskosten nagen aber an der Performance.

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